- 12.02.2010, 14:37:46
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Lopatka-Angriffe auf ÖBB-Pensionen sind unqualifiziert
Eisenbahner zahlen bereits einen höheren Pensionssicherungsbeitrag. Tatsache ist, dass sich das Finanzierungssystem für Eisenbahner-Pensionen verschlechtert
Wien (OTS) - Im Zuge der Pensionsverhandlungen 2000 wurde die
Anpassung der Pensionen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner an das
allgemeine Pensionsrecht verhandelt. Mitverhandelt wurde dabei die
Regelung der Nebengebühren als Äquivalent zum
Pensionssicherungsbeitrag der Eisenbahner.
Das Ergebnis ist analog zu den Nebengebührenpauschalregelungen der
Beamten zu sehen. Zur Richtigstellung sei noch angeführt, dass die
Erhöhung des Nebengebühren-Durchschnittssatzes im Jahr 2010 12,30
Prozent beträgt, der absolute Betrag ist zudem gedeckelt.
Eisenbahner zahlen höheren Pensionssicherungsbeitrag
"Dem Finanz-Staatssekretär ist zu empfehlen, sich über Inhalte
exakt zu informieren, bevor er zu sensiblen Themen in der
Öffentlichkeit Stellung nimmt", sagt Karl-Heinz Eigentler,
Vorsitzender der FCG Schiene in der vida.
Ein Aufschnüren des Verhandlungsergebnisses zu den ÖBB-Pensionen
aus dem Jahr 2000 (schrittweise Erhöhung der Bemessung der
Nebengebühren von zehn auf 15 Prozent bis 2015) würde eine völlige
Neuverhandlung der Pensionen bedeuten. "Das würde auch das Themas
aufwerfen, dass Eisenbahnerinnen und Eisenbahner 50 Prozent höhere
Beitragszahlungen (Pensionssicherungsbeitrag) zum Pensionssystem
beitragen", so Eigentler.
Finanzierungssystem verschlechtert sich
Verwunderlich ist für Eigentler, dass Eisenbahnerinnen und
Eisenbahner die einzige Berufsgruppe sind, bei denen unter absurden
Rahmenbedingungen bei der Berechnung der Kosten für die Pensionen
eine noch viel absurdere Betrachtungsweise bis zum Jahr 2056
herangezogen wird: "Es dürfte Lopatka entgangen sein, dass die seit
2005 ins Unternehmen eingetretenen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner
bereits dem ASVG unterliegen."
Das Ergebnis ist nämlich, dass das Umlagesystem bei den
ÖBB-Pensionen gekippt wurde. Das Finanzierungssystem verschlechtert
sich dadurch zwangsläufig, während im Gegenzug für die seit dem Jahre
2005 von jungen Versicherten getätigten Beitragszahlungen im ASVG für
die nächsten 45 Jahre für dieses Beitragszahler fast keine Leistungen
anfallen.
Angriffe unqualifiziert und unfair
"Darüber sollte sich Herr Lopatka einmal gewissenhaft den Kopf
zerbrechen. Angesichts der Fakten ist die seit mehreren Tagen
anhaltende 'Aktion scharf' des Staatssekretärs gegen die
Eisenbahnerinnen und Eisenbahner und deren Pensionen eine
polarisierende Aktion!", kritisiert Eigentler. "Diese
unqualifizierten Angriffe sind unfair und entziehen sich jeder
menschlichen Achtung! Die ÖBB-Angestellten leisten gute Arbeit und
haben ein Anrecht darauf, dass diese Arbeit anerkannt wird!"
Rückfragehinweis:
Karl-Heinz Eigentler
Tel.: (0664) 215 53 52
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3038
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