- 12.02.2010, 14:33:43
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Psychiater: "Religion kann Ihre Gesundheit fördern"
Mediziner Bonelli im "Sonntag"-Interview: Im Glauben Verankerte sind besser geschützt vor Sucht, Depression und Selbstmord
Wien, 12.02.2010 (KAP) Auf das gesundheitsfördernde Potenzial der
Religion hat der Psychiater und Neurologe Prof. Raphael Bonelli
hingewiesen. Viele neuere wissenschaftliche Studien würden einen
"wohltuenden, ja psychohygienischen Einfluss der Religiosität"
aufzeigen, so Bonelli in einem Interview in der aktuellen Ausgabe
der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Er sehe das ganz besonders
im Bereich der Sucht, der Depression und der Selbstmordprävention.
Bonelli: "Religiöse Menschen sind da etwas geschützter."
Das bedeute aber nicht, "dass ein Kranker nur genug glauben muss, um
auch gesund zu werden". Glaube dürfe nie als Medizin verkauft
werden, so Bonelli: "Glaube ist kein Mittel zum Zweck, und schon gar
nicht zum Zweck der Gesundheit."
Ein gelebter Glaube mit den entsprechenden verinnerlichten Werten
durchwirke den Lebensstil. Der gläubige Mensch lebe oft gesünder,
"weil er vielleicht weniger exzessiv Alkohol und sonstige
Suchtmittel konsumiert, sich möglicherweise beim Essen mehr
zurückhält, die Sexualität geordneter lebt, weniger der Arbeitssucht
verfällt, die Familie hochhält, die Beziehungen pflegt, gegen seinen
Egoismus ankämpft und Rücksichten nimmt, also das Risikoverhalten
reduziert".
Der Facharzt für Psychiatrie räumte ein, dass es auch eine
"ungesunde" Religiosität gebe, die ängstlich macht oder fanatisch.
Aber das sei eine missverstandene Religiosität.
(Meldung im Volltext unter www.kathpress.at)
(forts. mgl.)
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