OTS0151 / 11.02.2010 / 12:05 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: EU / EVP / Gesundheit / Rauchverbot / Seeber


Seeber: EU hat keine Kompetenz für europaweites Rauchverbot =


   Utl.: Nichtraucherschutz ist vor allem Aufgabe der Mitgliedstaaten =
    Straßburg, 11. Februar 2010 (OTS) "Die Europäische Union hat 
keine Kompetenz, ein europaweites Rauchverbot zu erlassen. Die EU-
Kommission hat daher auch keine diesbezüglichen Überlegungen im 
Ärmel", hält der Umweltsprecher der EVP-Fraktion im Europäischen 
Parlament, ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber, heute fest. 
"Die Grundfreiheit eines jeden Einzelnen, wie er sein Leben führt, 
darf nicht verletzt werden. Die EU hat nur die Kompetenz, im Rahmen 
des Arbeitnehmerschutzes Nichtraucher am Arbeitsplatz vor den Folgen 
des Passivrauchs zu schützen", verweist Seeber auf die geltende EU-
Rechtslage. Nach überprüfbaren Studien sind allein im Jahr 2002 2800 
Nichtraucher an den Folgen von Passivrauch am Arbeitsplatz gestorben. 
"Für einen allgemeinen Nichtraucherschutz kann die EU nur allgemeine 
Empfehlungen abgeben. Jeder Mitgliedstaat entscheidet alleine, ob und 
wie diese Empfehlungen umgesetzt werden sollen", so Seeber weiter. 
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    "Die EU-Kommission hat daher nur solche Empfehlungen für die 
Mitgliedstaaten ausgearbeitet, wie ein bestmöglicher 
Nichtraucherschutz erzielt werden kann. Diese Empfehlungen sind aber 
eben keine Vorschriften oder Zwangsmaßnahmen. Der EU-Ministerrat hat 
diese Empfehlungen angenommen - jeder Mitgliedstaat entscheidet aber 
ganz alleine, was und wie viel davon er umsetzen kann", präzisiert 
Seeber.
    "Bessere Aufklärung und eine klare Kennzeichnung von 
Tabakprodukten sind sinnvoll. Es muss das Anliegen eines jeden 
Staates und einer verantwortlichen Gesundheitspolitik sein, die viel 
zu hohe Anzahl der Raucher, Passivrauch-Geschädigten und -Toten zu 
reduzieren. Gerade aber weil Traditionen und Sitten zwischen den 
einzelnen EU-Staaten sehr unterschiedlich sind und die EU keine 
Kompetenz zur Entscheidung in diesen Fragen hat, sind die nationalen 
Regierungen gefordert, ein Maximum zum Schutz aller Bürger zu tun. 
Die Aufgabe liegt darin, die Balance zwischen der freien Entscheidung 
eines jedes Rauchers und dem notwendigen und rechtlich erforderlichen 
Schutz der Nichtraucher sicherzustellen", so Seeber abschließend.
Rückfragen: Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +33-3-8817-5468 
(richard.seeber@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M. 
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)
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