- 09.02.2010, 13:03:54
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LH Pröll zur Jahresbilanz der niederösterreichischen Feuerwehren
Über 70.600 Einsätze im Jahr 2009
St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und
Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta zogen heute in Form einer
Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten Bilanz über die Tätigkeiten
der niederösterreichischen Feuerwehren im Jahr 2009. Exakt 70.636 Mal
sind die Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich im vergangenen
Jahr zu Einsätzen ausgerückt - so oft wie noch nie in den vergangenen
zehn Jahren. Im Vergleich zum Jahr davor entspricht das einer
Steigerung von rund 3.000 Einsätzen.
Im Blick auf die 1.648 Freiwilligen Feuerwehren mit ihren rund
96.500 Mitgliedern sprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll von einem
"großen Glück und Kapital, das wir im Bundesland Niederösterreich
haben, weil wir auf dieses flächendeckende Netzwerk zurückgreifen
können". Insgesamt seien von den Feuerwehrmännern und -frauen in
Niederösterreich rund 8,2 Millionen freiwillige Arbeitsstunden
geleistet worden. "Wenn man eine Stunde mit nur 20 Euro bemisst, so
entspricht das einer Summe von rund 165 Millionen Euro, die etwa bei
einer Berufs-Feuerwehr ansonsten die öffentliche Hand finanziell
abgelten müsste", so Pröll.
Hinter diesen Fakten stehe aber auch ein großer immaterieller
Wert, betonte der Landeshauptmann. So seien die Freiwilligen
Feuerwehren ein "wesentlicher und wichtiger Faktor für die Sicherheit
im Bundesland Niederösterreich", verwies Pröll etwa auf die
Hochwassereinsätze im Sommer 2009, im Rahmen derer "unglaublicher
Arbeitseinsatz und persönlicher Einsatz notwendig war". Die
Feuerwehren seien dank ihres freiwilligen Engagements, ihres
Familiensinns und ihrer gelebten Solidarität weiters eine
"wesentliche Säule in der sozialen Entwicklung unseres Landes",
meinte der Landeshauptmann. Und sie seien außerdem auch eine "stabile
Säule in unserer Gesellschaft, weil sie "Verantwortung für andere,
aber auch Verantwortung für die eigene Heimat" übernehmen. Der
Landeshauptmann erteilte daher auch allen "Auflösungstendenzen für
kleine Ortsfeuerwehren eine klare Absage", denn "es ist undenkbar,
dass ein derartiges gewachsenes Netzwerk in Frage gestellt wird, denn
das gefährdet auch die Sicherheit in diesem Land und schwächt den
Familiensinn in diesem Land". Pröll: "So lange ich Landeshauptmann
von Niederösterreich bin, hat jeder einzelne Feuerwehrmann und jede
einzelne Feuerwehrfrau die Garantie, dass keine einzige Ortsfeuerwehr
angetastet wird."
Landesbranddirektor Josef Buchta gab einen Überblick über die
Tätigkeiten des Vorjahres und verwies auch die stark steigende Zahl
der technischen Einsätze. Insgesamt sind die Freiwilligen Feuerwehren
2009 zu 46.844 technischen Einsätze ausgerückt, das waren um 3.844
mehr als 2008. Die Brandeinsätze gingen hingegen von 3.788 auf 3.558
leicht zurück. Bei den Mitgliederzahlen sei die Tendenz steigend,
insbesondere bei den Frauen, berichtete Buchta weiters. Oberstes Ziel
sei es, die "flächendeckende Bereitschaft aufrecht zu erhalten",
betonte der Landesfeuerwehrkommandant, der unter anderem die Aufnahme
von Feuerwehrmitgliedern in die Risikogruppe (etwa für
Hepatitisimpfungen) forderte, um "unsere Mitglieder gesundheitlich
abzusichern". Außerdem forderte er die Möglichkeit für
Feuerwehrmitglieder, auch mit dem B-Führerschein Einsatzfahrzeuge mit
einem Gesamtgewicht von bis zu 5,5 Tonnen lenken zu dürfen.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14
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