- 09.02.2010, 12:04:08
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Strache(2): SPÖ und ÖVP planen Vertuschung des Skylink-Skandals
Marek hat den Brautschleier schon angelegt
Wien (OTS) - Die ÖVP-Wien hat das Versagen des Bürgermeisters in
der Causa Skylink noch im Jahr 2009 kritisiert und so wie die Wiener
Grünen dem FPÖ-Vorschlag zur Einsetzung einer gemeinderätlichen
U-Kommission mehrmals öffentlich die Unterstützung durch die
Unterschrift ihrer Gemeinderäte zugesagt, erinnert Strache.
FPÖ-Antrag für U-Kommission liegt seit 12. Jänner vor
Nun dürften es sich die in dieser Legislaturperiode ohnehin meist
streichelweichen Stadt-Schwarzen jedoch anders überlegt haben. Der
vom FPÖ-Rathausklub vorbereitete Antrag für eine U-Kommission zum
Milliardengrab "Skylink" wurde am 12. Jänner an die anderen
Fraktionen zur Durchsicht und Unterschrift versandt.
Danach ist die Wiener ÖVP-Spitze untergetaucht und war für die FPÖ
unerreichbar. Hier dürfte es, nach Interventionen von
ÖVP-Landeshauptmann Pröll bei seinem Neffen Sepp, eine kräftige
Kopfwäsche für die bis dahin ungewöhnlich wagemutige Wiener ÖVP
gegeben haben. Aus parteitaktischer Sicht verständlich, hat doch
Prölls ÖVP-Niederösterreich in dieser Sache genau so viel Butter am
Kopf wie die Häupl-SPÖ in Wien, meint Strache.
Wiener ÖVP spielt auf Zeit und fällt demnächst um
Das dürfte jedoch nur einer der Gründe gewesen sein, warum die Wiener
ÖVP nun auf Zeit spielt und - Wetten werden gerne angenommen
-schlussendlich umfallen wird. Denn schon die veröffentlichten
Umfragewerte der SPÖ sind verheerend und sagen den Verlust der
absoluten Mehrheit voraus. Die internen - meist genaueren - Umfragen
sehen die SPÖ in Wien jedoch bereits unter 40%, was einem SUPERGAU
für Häupl, Brauner & Co. gleich kommen würde.
Die Sondierungsgespräche der SPÖ mit einem potentiellen und
selbstverständlich möglichst billigen Koalitionspartner für die
nächste Legislaturperiode haben Häupl und Hahn bereits Mitte 2009
gestartet. Wie man aus der Zeit zwischen 1996 und 2001 weiß, ist die
ÖVP-Wien bereit, für ein paar Posten und Pöstchen sowie ausreichend
Förderungen für ihr nahestehende Vereine die Hosen politisch bis zu
den Knöcheln herunter zu lassen.
ÖVP-Marek als rote Steigbügelhalterin
Die designierte Wiener ÖVP-Chefin Marek dürfte die Verhandlungen
nunmehr finalisiert und sich mit der Rolle der Steigbügelhalterin für
die SPÖ nach der Oktober-Wahl abgefunden zu haben. Denn - gar nicht
so überraschend - läuft zeitgleich ein anderer rotschwarzer Deal ab,
der das Gegengeschäft für die Vertuschung der politischen
Verantwortung des Skylink-Fiaskos sein dürfte. (Forts.)am
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien
4000/81747
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/85
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