OTS0069 / 09.02.2010 / 10:02 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: EU / EVP / Kommission / Parlament / Strasser


Strasser: Klares Ja zur neuen EU-Kommission =


   Utl.: Zusammenarbeit mit Kommission und Rat auf Augenhöhe - ohne 
Abstriche =
    Strassburg, 9. Februar 2010 (OTS) "Der ÖVP-Europaklub im 
Europäischen Parlament wird heute geschlossen für die neue EU-
Kommission unter ihrem Präsidenten José Manuel Barroso stimmen", 
erklärte heute in Strassburg ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser. 
"Das Team rund um Barroso muss jetzt so rasch wie möglich seine 
Arbeit aufnehmen. Acht Monate nach der Europawahl ist es hoch an der 
Zeit, dass sich die neue Kommission mit vollem Einsatz um die 
aktuellen Herausforderungen kümmert", so Strasser weiter. "Die 
Kommission verdient unsere Unterstützung. Diese Unterstützung erfolgt 
aber weder blind noch bedingungslos. Das Parlament wird sorgsam 
darauf achten, dass Barroso und alle Kommissare ihre Ankündigungen 
und Pläne umsetzen. Und wir werden ebenso sorgsam darauf achten, dass 
die Kommission den neuen Kompetenzen des Parlaments in jeder Phase 
gerecht wird." ****
    Für Strasser werde vor allem das zwischen Parlament und 
Kommission ausgehandelte Arbeitsübereinkommen zu einer starken und 
konstruktiven Zusammenarbeit beitragen: "Barroso hat in viele für das 
Parlament wichtigen Punkten Zugeständnisse gemacht. Er weiß, dass er 
am Europäischen Parlament nicht vorbei kann. Das Arbeitsübereinkommen 
wird eine gute und umfassende Zusammenarbeit in den kommenden Jahren 
sicherstellen. Wir erwarten uns von der Kommission eine 
Arbeitsbeziehung, die von Vertrauen geprägt ist - und wir werden auf 
dieser Zusammenarbeit auf Augenhöhe auch bestehen", so Strasser.
    Auch die Beziehungen zwischen Rat und Parlament müssten mit dem 
Vertrag von Lissabon verbessert werden. "Der Rat muss anerkennen, 
dass das Parlament seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon 
rechtlich und politisch auf Augenhöhe mit dem Rat agiert. Gerade das 
Beispiel SWIFT zeigt, dass hier noch nicht alles zum Besten steht. 
Aber auch in der Gestaltung der EU-Außenpolitik muss noch Vieles 
besser werden. Die Stimme Europas noch nicht so stark wie wir es 
erhoffen. Die Hohe Vertreterin für die Außenbeziehungen muss 
sichtbarer auftreten. Sie muss repräsentieren, was die Europäische 
Union ist: Eine globale Wirtschaftsmacht mit dem größten Binnenmarkt 
der Welt. Wir fordern zu Recht eine Außenpolitik, die in der Welt 
sichtbar ist", erklärte Strasser abschließend.
Rückfragen: Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP Pressedienst, Tel.: 
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