- 08.02.2010, 20:02:36
- /
- OTS0217 OTW0217
Von den Trennlinien des Kammerchefs (von Markus Kaufmann)
Ausgabe 9. Feb. 2010
Klagenfurt (OTS) - Manchmal muss man dem Chef der
Wirtschaftskammer, Franz Pacher, recht geben. Er hat offenbar als
Einziger in der Kärntner ÖVP erkannt, dass das Ansehen des Landes
durch Hypo-Affäre und Korruptionsvorwürfe schwerst ramponiert ist.
Bei einem Besuch in München zeigte er das auch auf und meinte, dass
eine klare Trennlinie zwischen der Kärntner Wirtschaft und der
Politik zu ziehen sei.
Schön gesprochen, aber dabei tun sich gleich mehrere Fragen auf. Wenn
die Kärntner Politik so grauslich ist, warum ist Pachers Partei als
Koalitionspartner noch maßgeblich daran beteiligt? Warum hat Pacher
den Koalitionsvertrag selbst unterschrieben? Warum hat er dem
Scheuch-Beiwagerl - Parteifreund Josef Martinz - vor Journalisten
Beifall gespendet, als dieser eine Obmanndebatte am Hals hatte? Warum
setzt sich Pacher im ÖVP-Vorstand nicht für ein Ende der Koalition
und Neuwahlen ein? Die Antwort ist einfach: Pacher ist im Wahlkampf,
und der ähnelt in Kärnten dem Fasching. Eine närrische Zeit eben.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/413
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI






