OTS0213 / 08.02.2010 / 19:08
/ Channel: Politik
/ Aussender: Neues Volksblatt
Stichworte:
Politik / Pressestimmen / Vorausmeldung
Linz (OTS) - Derzeit werden rund 80 Prozent der Pflegeleistungen im familiären Umfeld erbracht. Hält man sich die demografische Entwicklung vor Augen - weniger Kinder, immer mehr Single-Haushalte - dann ist klar: Das wird so nicht bleiben können. 420.000 Pflegegeldbezieher gibt es derzeit, Tendenz steigend. Für den stetig wachsenden Finanzierungsbedarf gibt es laut Sozialministerium "keine aktuellen Szenarien". Gleichzeitig stöhnen die Gemeinden unter den wachsenden Belastungen im Gesundheits- und Sozialhilfebereich. Spätestens mit dem Auslaufen des aktuellen Finanzausgleichs werde man mit diesem System am Ende sein, sagt LH Josef Pühringer. Doch woher das zusätzliche Geld nehmen? Bekanntlich steht man jetzt bei der Suche nach jenen Mitteln, die nach den Milliardenspritzen gegen die Krise zur Budgetsanierung notwendig sind, erst am Anfang. Ohne Tritt auf die Kostenbremse wird demnach nichts gehen. Von den vorhersehbaren Reaktionen darf sich die Politik dennoch nicht irritieren lassen, wenn sie, wie versprochen, alles unter die Lupe nimmt. Parolen wie "Raubzug", "Aushungern" oder "Kaputtsparen" werden so sicher kommen wie das Amen im Gebet. Noch schlimmer aber wäre am Ende der Vorwurf, nichts getan zu haben.
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OTS0213 2010-02-08/19:08
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