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Neues Volksblatt: "Nichts getan?" (Von Markus Ebert)
Ausgabe vom 9. Februar 2010
Linz (OTS) - Derzeit werden rund 80 Prozent der Pflegeleistungen
im familiären Umfeld erbracht. Hält man sich die demografische
Entwicklung vor Augen - weniger Kinder, immer mehr Single-Haushalte -
dann ist klar: Das wird so nicht bleiben können. 420.000
Pflegegeldbezieher gibt es derzeit, Tendenz steigend. Für den stetig
wachsenden Finanzierungsbedarf gibt es laut Sozialministerium "keine
aktuellen Szenarien". Gleichzeitig stöhnen die Gemeinden unter den
wachsenden Belastungen im Gesundheits- und Sozialhilfebereich.
Spätestens mit dem Auslaufen des aktuellen Finanzausgleichs werde man
mit diesem System am Ende sein, sagt LH Josef Pühringer.
Doch woher das zusätzliche Geld nehmen? Bekanntlich steht man jetzt
bei der Suche nach jenen Mitteln, die nach den Milliardenspritzen
gegen die Krise zur Budgetsanierung notwendig sind, erst am Anfang.
Ohne Tritt auf die Kostenbremse wird demnach nichts gehen. Von den
vorhersehbaren Reaktionen darf sich die Politik dennoch nicht
irritieren lassen, wenn sie, wie versprochen, alles unter die Lupe
nimmt. Parolen wie "Raubzug", "Aushungern" oder "Kaputtsparen" werden
so sicher kommen wie das Amen im Gebet. Noch schlimmer aber wäre am
Ende der Vorwurf, nichts getan zu haben.
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