- 08.02.2010, 15:39:49
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Leitl: Wirtschaft erhofft sich nach Ukraine-Wahl rasche wirtschaftliche Stabilisierung
Mittel- und langfristig gute Chancen für österreichische Betriebe etwa in den Bereichen Bau, Infrastruktur, Nahrungsmittel und erneuerbare Energien
Wien (OTS/PWK106) - "Nachdem die ukrainische Präsidenten-Wahl
geschlagen ist, erhofft sich die Wirtschaft nun eine rasche
wirtschaftliche Stabilisierung und die Wiederaufnahme von
strukturellen Reformen. Die Ukraine ist einer wirtschaftlich extrem
schwierigen Lage. Nun geht es darum, das Land schnellstmöglich wieder
auf Wachstumskurs zu bringen", betont Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl. "Es ist zu hoffen, dass die innenpolitischen
Turbulenzen der vergangenen Zeit nun der Vergangenheit angehören."
Auf die österreichischen-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen habe
der Wahlausgang keine Auswirkungen, ist Leitl überzeugt. "Die
österreichischen Firmen sind sehr gut in der Ukraine aufgestellt und
dort mit einem Investitionsvolumen von ca. 2,5 Mrd. USD der
viertgrößte Auslandsinvestor." Jedoch wurden die österreichischen
Exporte durch die Abwertung der ukrainischen Landeswährung Hryvnia in
Mitleidenschaft gezogen.
Leitl ist jedoch überzeugt, dass "die Ukraine trotz der
konjunkturellen Schwierigkeiten im Sog der Weltwirtschaftskrise
mittel- und langfristig große Chancen für die österreichische
Exportwirtschaft bietet". Sobald die Wirtschaft in der Ukraine wieder
anspringe, sei mit einem noch viel größeren Engagement von
österreichischen Unternehmen am ukrainischen Markt als bisher
auszugehen. Wichtig sei daher etwa ein rascher Abschluss des derzeit
in Verhandlung stehenden Freihandelsabkommens zwischen der Ukraine
und der Europäischen Union, da dadurch unter anderem bürokratische
Zollkontrollen und langwierige Zertifizierungsschritte wegfallen
werden.
Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen ergeben
sich konkret nicht nur wegen der EURO 2012 in der Baubranche und im
Infrastrukturbereich. Viel Potenzial ist zudem im Agrarsektor und in
der Lebensmittelverarbeitungsindustrie zu sehen. Außerdem zwingen
steigende Energiepreise die Ukraine zu einer neuen Energiestrategie
und eröffnen Österreichs Firmen im Bereich erneuerbare Energie und
Energieeffizienz gute Marktchancen.
2008 sind die österreichischen Exporte in die Ukraine um knapp 22
% auf ein Rekordergebnis von 903 Mio. Euro gestiegen. Krisenbedingt
gab es im Vorjahr jedoch einen massiven Einbruch - von Jänner bis
November 2009 um 46 % auf 461,5 Mio. Euro im Vergleich zur
Vorjahresperiode. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Außenhandelsstelle Kiew
Mag. Gregor Postl
T: +380 44 503 35 98
E: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240
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