- 08.02.2010, 14:13:29
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JW-Vorsitzender Roth: Jedem Ehepaar seinen Pensionisten - Modell ohne Zukunft
Junge Wirtschaft schnürt bei Klausur in St. Oswald Forderungspaket: Generationengerechtigkeit, GmbH-Reform, Förderung für junges Wachstum
Wien (OTS/PWK104) - Die Führungsteam der Jungen Wirtschaft (JW)
kam am Wochenende in St. Oswald im Bezirk Melk, NÖ, zusammen, um die
Details des Arbeitsprogramms für die kommenden zwei Jahre zu
fixieren. Der neue JW-Bundesvorsitzende Markus Roth formulierte mit
der JW-Spitze der Bundesländer Forderungen und Anliegen der jungen
Unternehmer und der jungen Generation insgesamt: "Unser
Pensionssystem hat seine Leistungsgrenze längst überschritten. Wenn
jetzt nicht gegengesteuert wird, ist der Kollaps vorprogrammiert",
zieht Roth Bilanz.
Konkret bezieht sich der JW-Vorsitzende auf die Tatsache, dass bei
den Verhandlungen der Pensionen im letzten Jahr die Erhöhungen sogar
über den Abschlüssen der Metaller waren. Erschwerend für die
Finanzierbarkeit kommt hinzu, dass die Anzahl der Pensionseinzahler
kontinuierlich sinkt. Von einem ursprünglichen Verhältnis von 7
Erwerbstätigen zu 1 Pensionist, werden in 40 Jahren 2 Einzahler auf 1
Pensionist kommen. "Ein erwerbstätiges Ehepaar muss einen
Pensionisten erhalten. Das kann nicht gehen! Wir brauchen ein faires
Pensionssystem, das den Älteren einen adäquaten Lebensabend sichert,
das aber nicht auf dem Rücken der jungen Generation ausgetragen wird.
Unser Ziel ist ein neuer Generationenvertrag, der finanzierbar und
nachhaltig ist", so Roth. Neben der Generationengerechtigkeit fordert
die Junge Wirtschaft dringend Verbesserungen im GmbH-Recht und bei
den Wachstumsbedingungen für junge Unternehmen.
Gründung vereinfachen: GmbH-Reform umsetzen
Die Umsetzung der 10.000 Euro GmbH ist bereits im November letzten
Jahres angekündigt worden. Monate später ist die Realisierung immer
noch offen. Diese Änderung des Gesellschaftsrechts ist für die Junge
Wirtschaft dringend nötig. Viele gute Geschäftsideen scheitern oft an
der Hürde Startkapital. Die Senkung der Stammkapitaleinlage zur
Gründung einer GmbH auf 10.000 Euro, Abschaffung der
Notariatsaktspflicht und Abschaffung der Veröffentlichungspflicht in
der Wr. Zeitung sind deshalb zentrales Anliegen der JW - kommt die
neue GmbH-Form, wirkt das positiv auf die Gründungsdynamik.
Junges Wachstum: Kapitalfreibetrag von 50.000 Euro und
Erleichterung bei der Lohnnebenkostenförderung
Um zu wachsen, brauchen junge Unternehmen Kapital, besonders am
Start. Die Junge Wirtschaft fordert zur Unterstützung von jungen
Unternehmen die Schaffung eines Kapitalfreibetrags in der Höhe von
50.000 Euro für Investitionen in junge Unternehmen, verteilt auf den
Zeitraum von fünf Jahren. Der positive Effekt: Gründer kommen
leichter an das Kapital, das sie brauchen und wer in junge heimische
Unternehmen investiert, wird belohnt.
Handlungsbedarf sieht die Jungunternehmervertretung auch bei der
im Herbst letzten Jahres eingeführten Lohnnebenkostenförderung.
Unternehmer, die ihren ersten Mitarbeiter einstellen, erhalten 25 %
der Bruttolohnsumme zurückerstattet. Die Förderbedingungen sehen
unter anderem vor, dass der potenzielle Mitarbeiter zuvor mindestens
2 Wochen beim AMS arbeitslos gemeldet sein muss und nicht älter als
30 Jahre sein darf. "Mit diesen Einschränkungen wird die Effizienz
der Maßnahme drastisch gesenkt. Im Sinn einer echten
Wachstumserleichterung für Unternehmen müssen diese Hemmnisse rasch
beseitigt werden", so Roth. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Junge Wirtschaft Mag. Roman Riedl tel: +43/(0)5 90 900-3508 mail: [email protected] www.jungewirtschaft.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240
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