• 08.02.2010, 12:04:57
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VP-Stiftner: Sanierung von Wiens Wassernetz - es geht auch ohne Grabungsarbeiten

Wien (OTS) - "Es ist mittlerweile grob fahrlässig, wie tatenlos
die SP-Stadtregierung sich gegenüber dem zunehmend schlechten Zustand
des Wiener Wasserrohrnetzes zeigt, obwohl in den letzten Wochen immer
wieder Wasserrohrbrüche ganze Bezirksteile lahm gelegt haben. Sogar
die Wiener Wasserwerke (Anm.: MA 31) sprechen von einem Rohrbruch
täglich", so der Umweltsprecher der ÖVP Wien, LAbg. Roman Stiftner,
im montäglichen Pressegespräch der ÖVP.

Stiftner forderte eine Sanierung aller neuralgischen Rohrleitungen,
bei denen aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer Lage unterhalb viel
befahrener Straßenabschnitte mit baldigen Rohrbrüchen zu rechnen ist.
Statt aber die Sanierungen voranzutreiben, werden der zu Recht
erbosten Öffentlichkeit und den Oppositionsparteien von der
SP-Stadtregierung laufend Beschwichtigungsargumente geliefert, wonach
sich die Zahl der Pannen im üblichen Rahmen bewegt und man bei der
Rohrauswechslung wegen daraus resultierender Verkehrsbehinderungen
nicht rascher vorgehen könne.

"Die angeführten Ausflüchte sind eine glatte Ausrede", so der
VP-Umweltsprecher. Nicht nur, dass man bei ohnehin notwendigen
Grabungsarbeiten auch gleich die Wasserrohre mit erneuern könnte,
gibt es auch ausgereifte Sanierungstechniken, die ohne
Aufgrabungsarbeiten auskommen. Damit könnten bis zu 150 Laufmeter
Wasserrohr täglich, bei weit geringeren Kosten, saniert werden.
Stiftner präsentierte diese Techniken in Rahmen der Pressekonferenz
und verwies darauf, dass damit mit zu 30 Prozent Kostenersparnis
möglich wären und es zudem so gut wie zu keinen Verkehrsbehinderungen
durch umfangreiche Grabungsarbeiten kommen würde.

Sanierungsbudget aus Einnahmenüberschüssen bei Wasser und
Abwasser

Stiftner fordert ein jährliches Sanierungsbudget von 200 Millionen
Euro bis 2015. Dann könnte der Großteil der bis zu 100 Jahre alten,
brüchigen Rohre ausgewechselt sein. "Geld ist genug da. Mit Wasser-
und Abwassergebühren erwirtschaftet die Stadt jährlich rund 100
Millionen Euro an Überschüssen. Statt diese Millionen zum Stopfen von
Budgetlöchern zu verwenden, sollten sie zweckgebunden für die
Wasserrohrsanierung verwendet werden", fordert Stiftner. Als
Zusatzeffekt würden damit jährlich rund 3.600 Arbeitsplätze für Wien
geschaffen.

"Da Geld genug da und auch die technische Seite gelöst ist, kann es
nur an der Trägheit einer regierungsmüden SPÖ liegen, dass jährlich
gerade einmal 1 Prozent des Wiener Wasserrohrnetzes getauscht wird.
Gut 40 Prozent des Rohrnetzes aber sind dringend sanierungsbedürftig.
Bei diesem Tempo dauert es 40 Jahre, bis die derzeit schon brüchigen
Rohre getauscht sind", macht Stiftner aufmerksam. "Die
SPÖ-Stadtregierung ist daher dringend aufgefordert, statt sich auf
scheindemokratische Volksbefragungen, endlich auf die wahren Probleme
dieser Stadt zu konzentrieren", so VP-Umweltsprecher Stiftner
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/251

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