Wien (OTS) - Strikt gegen die seitens des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble erhobene Forderung, nach einer generellen Abschaffung des Bankgeheimnisses in ganz Europa, spricht sich heute BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher aus. In einem Zeitungsinterview mit der "NZZ am Sonntag" hatte Schäuble wörtlich gesagt: "Und ich sage Ihnen voraus: Wir werden das Bankgeheimnis in Europa, in der Europäischen Union, abschaffen". "Schäuble kann abschaffen wollen, was er will. In Österreich muss und wird das Bankgeheimnis bleiben", so Bucher.
Der BZÖ-Bündnisobmann erinnert daran, dass Österreich mit dem Beschluss des Amtshilfedurchführungsverfahren im September 2009 die geforderten OECD-Standards erfüllt hat. "Österreich hat die notwendigen Hausaufgaben gemacht. Wenn der deutsche Finanzminister in bester Tradition seines ungeschickten SPD-Vorgängers wieder einmal den Oberlehrer gegenüber Österreich oder der Schweiz spielen will , dann muss er sich eine klare Abfuhr abholen. Ein Abschaffen des Bankgeheimnisses wäre massiv gegen die Interessen Österreichs und würde einen Kapitalabfluss aus Österreich bedeuten. Das Bankgeheimnis muss unangetastet bleiben und darf keinesfalls gelockert werden". Das BZÖ fordert Finanzminister Josef Pröll auf, in einer offiziellen Stellungnahme gegenüber Deutschland, das Festhalten Österreichs am Bankgeheimnis zu betonen und damit den erneuten deutschen Begehrlichkeiten einen offiziellen Riegel vorzuschieben. "Die Regierung soll Anstand zeigen, die österreichischen Anliegen vertreten und beim Bankgeheimnis hart bleiben", bekräftigt Bucher.
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