• 06.02.2010, 08:01:11
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"profil": Holender: "Larifari-Festspiele ohne Konzept"

Staatsopern-Chef Ioan Holender kritisiert "Größenwahn dieser Provinzstadt Salzburg"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" bezweifelt Ioan Holender,
der Chef der Wiener Staatsoper, den Sinn der Salzburger
Osterfestspiele. Es sei "Teil des Größenwahns dieser Provinzstadt
Salzburg, zwei internationale Orchester behalten zu müssen". Als
voriges Jahr die Berliner Philharmoniker damit drohten, nach
Baden-Baden zu übersiedeln, sei noch mehr Steuergeld versprochen
worden, um sie in Salzburg zu halten. "Ich frage nur, warum die
Österreicher Steuern zahlen müssen, damit Superreiche eine Oper und
drei Konzerte um bis zu 1230 Euro sehen zu können. Ist das
Kulturpolitik?" Mit dem Auffliegen der Missstände sei deutlich
geworden, "wie falsch die Entscheidung für die Subventionserhöhung
war".

Zum gefeuerten Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael
Dewitte, bemerkt Holender im "profil"-Interview: "Er hat für eine
einzige Opernproduktion, die er an zwei Tagen im Jahr aufführt und
die bereits anderswo zu sehen war, ein Vielfaches an
Repräsentationsbudget ausgegeben als die Staatsoper für ein ganzes
Jahr. Und das ist niemanden aufgefallen?" Aus dem Osterfestival seien
teure "Larifari-Festspiele ohne Konzept" geworden.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/179

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