• 05.02.2010, 16:26:33
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Lokale Bemühungen um nachhaltige Energiepolitik verstärken

LTP Mennel: Klimaschutzziele erfordern ein breit getragenes und vernetztes Handeln

Bregenz (OTS/VLK) - "Wir wollen in Vorarlberg unser besonderes
Augenmerk auf Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt und Energie
richten. Das im Energiekonzept des Landes festgeschriebene Ziel, bis
zum Jahr 2050 die Energieautonomie zu erreichen, erfordert ein breit
getragenes, vernetztes Handeln." Das sagte Landtagspräsidentin
Bernadette Mennel heute, Freitag, im Landhaus bei der gemeinsamen
Sitzung des Energiepolitischen Ausschusses, des Umweltausschusses und
des Volkswirtschaftlichen Ausschusses.

Das vernetzte Handeln betrifft neben der klassischen
Energiepolitik beispielsweise Fragen der Wirtschaft, der Raumplanung,
des Verkehrs, des Bauens, der Landwirtschaft, der Ernährung, des
Tourismus aber etwa auch soziale Fragen. In einem Impulsreferat
informierte Georg Kaser vom Institut für Geographie an der Uni
Innsbruck über die aktuellen Entwicklungen zum Klimawandel; der
Leiter des Energieinstituts Vorarlberg, Adolf Groß, berichtete über
die Situation und Handlungsmöglichkeiten in Vorarlberg.

Kaser hat seine drastische Botschaft bereits im Klimabericht für
die UNO festgehalten. Er sieht vor allem für Südeuropa und Nordafrika
durch einen möglichen globalen Temperaturanstieg um bis zu sieben
Grad Celsius bis zum Jahr 2100 schwerwiegende Veränderungen. Der
Klimawandel führe auch zu einem massiven sozialen Wandel. Sowohl
Kaser als auch Adolf Groß attestierten dem Vorarlberger Landtag eine
Offenheit für das Thema und stellten anerkennend fest, dass hier in
der wichtigen Frage nachhaltigen Handelns über die Parteigrenzen
hinweg an einem Strang gezogen werde. Unter Moderation von Bertram
Meusburger vom Büro für Zukunftsfragen befassten sich die Mitglieder
der drei Landtagausschüsse in den Arbeitsgruppen "Wirtschaft",
"Verkehr" sowie "Raumordnung und Bauen" mit der Thematik, wobei
mögliche Maßnahmen besprochen und Handlungsfelder von politischer
Seite erörtert wurden.

Vorarlberg sei auf dem richtigen Weg und müsse noch stärker auf
Eigenständigkeit setzen, sagte Landtagspräsidentin Mennel. Die
Hoffnungen auf eine globale Lösung seien bei der Klimakonferenz in
Kopenhagen leider enttäuscht worden, man könne aber in den Wettbewerb
um bessere lokale Lösungen eintreten, denn die globale
Regionalisierung verspreche ein Erfolgsmodell zu werden. "Auch ein
kleines Land wie Vorarlberg kann mit guten Beispielen seinen Beitrag
leisten, etwa mit dem Projekt VLOTTE oder mit unseren Anreizen zur
thermischen Sanierung in der Wohnbauförderung", so Mennel.

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