• 05.02.2010, 11:29:50
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ÖAMTC: Die Rechnung "hohe Spritpreise - weniger Autofahrten" kann nie aufgehen

Umwelt- und Verbrauchsbewusstsein fördern statt an der Preis- und Steuerschraube drehen

Wien (OTS) - "Wer auf sein Auto angewiesen ist, kann auch in
Krisenzeiten und bei hohen Spritpreisen nicht auf sein Fahrzeug
verzichten", bringt es Mario Rohracher, Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung, einmal mehr auf den Punkt. "Die Rechnung
'hohe Spritpreise - weniger Autofahrten' kann nie aufgehen." Im
Krisenjahr 2009 ist der Benzinverbrauch bei privaten Pkw lediglich um
0,3 Prozent zurückgegangen. Und auch die exorbitant hohen Preise von
2008 konnten nichts am Fahrverhalten der Österreicher ändern. "Der
Grund: Wer keine Alternative hat, muss fahren. Wie sollen viele
Pendler sonst zur Arbeit kommen und Mütter ihre Kinder in den
Kindergarten bringen", so Rohracher. Dass der Spritabsatz trotzdem
eine leicht sinkende Tendenz aufweist, führt der ÖAMTC auf eine klare
Trendwende zurück: Die Österreicher fahren verbrauchsbewusster und
kaufen umweltbewusster. Der Anteil der Pkw, die unter 120 g CO2/km
emittieren, ist von 2007 bis 2009 von rund 14.300 Stück auf 43.000
Stück gestiegen. Im Gegenzug sind die Verkaufszahlen von Fahrzeugen,
die über 180 g CO2/km emittieren und jedenfalls über 7 Liter/100 km
verbrauchen, um rund ein Drittel gesunken. "Hier gilt es anzusetzen",
fordert Rohracher. "Umwelt- und Verbrauchsbewusstsein müssen
gefördert und belohnt werden."

Kontraproduktiv für Staatshaushalt und Umwelt sind für den Club
alle Forderungen, an der Preis- und damit an der Steuerschraube zu
drehen. "Würde man etwa die Mineralölsteuer drastisch erhöhen und
damit den sogenannten Tanktourismus eindämmen, müssten die
Österreicher einen Einnahmenentfall von 1 Milliarde Euro
ausgleichen", weiß der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Außerdem
geht selbst das österreichische Umweltbundesamt in seinem
Klimaschutzbericht 2009 davon aus, dass eine MöSt-Erhöhung von 14
Cent pro Liter nur 0,5 Millionen Tonnen CO2-Einsparung bewirken
würde. Damit würden zwar die 5,5 Millionen Tonnen CO2, die aus dem
Tanktourismus stammen, aus der österreichischen Klimabilanz
wegfallen. "Aber im Gegenzug würde das die österreichischen
Kraftfahrer rund 1 Milliarde Euro kosten", so der ÖAMTC-Experte.
"Dieser Preis ist zu hoch für einen CO2-Beitrag, der uns nur auf dem
Papier zugerechnet wird." Die Umwelt hätte nichts davon: Was die
"Tanktouristen", hauptsächlich der Güterverkehr, derzeit in
Österreich tanken, würde dann jenseits unserer Grenzen in die Tanks
fließen. "Da ist der Zukauf von Emissionszertifikaten ökonomisch und
ökologisch die bessere Lösung. Damit können sinnvolle
Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern finanziert und
gleichzeitig unsere Klimabilanz ausgeglichen werden", sagt der Chef
der ÖAMTC-Interessenvertretung abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Claudia Kesche, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/250

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