• 04.02.2010, 12:38:14
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Ein Drittel aller Krebserkrankungen sind auf den Tabakkonsum zurückzuführen

Jede Stunde stirbt ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums

Wien (OTS) - Eine österreichweit durchgeführte
Gesundheitsbefragung der Statistik Austria zeigt, dass 1,6 Mio.
ÖsterreicherInnen täglich rauchen. Und jede Stunde stirbt in
Österreich ein Mensch an den Folgen des Tabakrauchs: Aus Anlass des
heute stattfindenden Weltkrebstages und den erst jüngst
veröffentlichten Zahlen über das katastrophale Rauchverhalten von
Jugendlichen erinnert der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger einmal mehr an die schweren
gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums.
Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in
den Industrieländern auf den Konsum von Tabak zurückzuführen. Auch
Passivrauchen ist krebserzeugend und kann bei Nichtrauchern zu
Lungenkrebs führen. Vom Verzicht auf den Glimmstängel profitieren
daher nicht nur Raucher, sondern auch die Mitmenschen. Selbst für
Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, lohnt sich das
Aufhören. Maßnahmen der RaucherInnenentwöhnung und zum
NichtraucherInnenschutz, wie sie von der Sozialversicherung angeboten
werden, sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer nationalen
Gesundheitspolitik im Sinne der Krebsprävention. Dr. Josef Probst,
stv. Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger.
"RaucherInnen haben im Durchschnitt eine um 5 Jahre niedrigere
Lebenserwartung als NichtraucherInnen".
Ein zentrales Anliegen der Sozialversicherung ist es, für ein
längeres Leben bei guter Gesundheit zu sorgen. Internationale
Erfahrungen zeigen, dass nur gemeinsame und abgestimmte Maßnahmen
nachhaltig ein rauchfreies Leben fördern können. Österreich ist
jedoch in der Umsetzung von wirksamen Maßnahmen der Tabakprävention
im europäischen Vergleich weit hinten.
Viele RaucherInnen sind mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden und
möchten etwas verändern, einige möchten ihren Konsum reduzieren,
manche ganz mit dem Rauchen aufhören. Die österreichische
Sozialversicherung bietet schon seit vielen Jahren unterschiedliche
Möglichkeiten zur RaucherInnenentwöhnung an: stationäre und ambulante
Programme. Darüber hinaus ist das Rauchertelefon
(www.rauchertelefon.at, 0810810013) - eine Kooperation zwischen dem
Bundesministerium für Gesundheit, den Länder und den
Sozialversicherungsträgern eine gute Möglichkeit beim Rauchstopp
unterstützt zu werden.
Die Beratungs- und Entwöhnungsangebote der Sozialversicherung sind
jedoch nur ein Glied in der Kette einer abgestimmten und gemeinsamen
Anti-Tabakstrategie. Die Umsetzung eines ausgeweiteten
NichtraucherInnenschutzes, sowie intensive Aufklärungs- und
Informationskampagnen sind weitere wichtige Schritte. Laut Artikel 5
des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches
soll eine umfassende sektorübergreifende nationale
Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Die
Sozialversicherung lädt sämtliche relevanten Stakeholder ein, sich an
der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie
zu beteiligen. Nur durch eine gemeinsame, alle Politik- und
Gesellschaftsbereiche umfassende Kraftanstrengung können wir dem
Problem des Tabakkonsums und den daraus resul-tierenden Folgen für
die Menschen und das Gesundheitswesen Einhalt gebieten.
Neben dem Tabakkonsum als Folge von Krebserkrankungen ist der
Sozialversiche-rung aber auch die Früherkennung von Polypen und
Darmkrebs ein wichtiges Anliegen. Erkranken doch in Österreich pro
Jahr rund 5.000 Menschen an Darmkrebs. Die langsame Entstehung des
kolorektalen Karzinoms aus Vorstufen, wie dem gutartigen Darmpolyp,
ist geeignet für eine entsprechende Früherkennung. Im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung wird die Koloskopie (Darmkrebsspiegelung) für
Patienten ab 50 als Vorsorgeleistung angeboten. Um die Sicherheit und
Qualität dieser Untersuchung zu erhöhen, betreibt der Hauptverband
gemeinsam mit der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
(ÖGGH) seit Mai 2007 das Projekt "Qualitätssicherung
Darmkrebsvorsorge". Die Teilnehmerzahlen in diesem Projekt sprechen
für sich: Im Jahr 2010 stehen unseren Versicherten österreichweit 190
zertifizierte Untersuchungsstellen bei niedergelassenen Ärzten und
Spitälern zur Verfügung. Dr. Josef Probst, stv. Generaldirektor im
Hauptverband appelliert an die Versicherten: "Gehen Sie zu einer
zertifizierten Untersuchungsstelle und profitieren Sie wie bereits
25.000 PatientInnen vor Ihnen von der gesicherten Qualität bei der
Darmkrebsvorsorge".

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw.
einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das
organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/103

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