OTS0142 / 04.02.2010 / 12:34 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: EU / Ranner / Verkehr / ÖVP


Ranner: EU-Transportpolitik muss Kohärenz mit anderen EU- Politikbereichen gewährleisten =


   Utl.: Straßenverkehrssicherheit und Sozialvorschriften im Transport 
als Schwerpunkte =
    Brüssel, 4. Februar 2010 (OTS-PD) "Mobilität wird von der 
Bevölkerung in ganz Europa immer mehr als 'Recht' betrachtet. 
Gleichzeitig ist unser wirtschaftliches Wachstum nicht mehr von einer 
ebenfalls steigenden Verkehrsnachfrage zu entkoppeln. Angesichts der 
steigenden Bevölkerungszahlen wächst damit aber auch die Frage nach 
der Verkraftbarkeit des Verkehrs. Hier muss und kann die europäische 
Verkehrspolitik zukunftsweisende Antworten entwickeln", sagte heute 
die verkehrspolitische Sprecherin des ÖVP-Europaklubs, Dr. Hella 
Ranner, bei einem Vortrag vor dem österreichischen Wirtschaftsklub in 
Brüssel. "Eine richtig gemachte EU-Transportpolitik muss die Kohärenz 
mit anderen Politikbereichen der EU gewährleisten. Das betrifft 
Investitionen in Infrastruktur und Technologie, Umweltauswirkungen, 
Sicherheit und Terrorbekämpfung sowie vor allem auch die 
Arbeitsbedingungen der im Transport beschäftigten Menschen", so 
Ranner weiter. ****
    "Transport und Mobilität gehören zu den Hauptfaktoren regionaler 
Entwicklung, stellen die moderne Gesellschaft aber auch stets vor 
neue Herausforderungen. Die EU muss sich sowohl auf europäischer als 
auch auf internationaler Ebene auf ein Globalkonzept verständigen, 
ohne jedoch den Entwicklungscharakter europäischer Regionen zu 
unterschätzen. Ich erwarte daher mit Spannung sowohl den 
Initiativbericht des Parlaments über die Zukunft des Transports als 
auch das Weißbuch der EU-Kommission zum Verkehr", sagte Ranner.
    Ein weiteres wichtiges Thema dieses Jahres ist für die steirische 
Europaparlamentarierin das 4. Aktionsprogramm der Europäischen 
Kommission für Straßenverkehrssicherheit für die Periode 2010-2020. 
"Zwar konnte die Zahl der Verkehrstoten von 2001 bis 2008 von 54.000 
auf 39.000 gesenkt werden, allerdings sind wir vom ursprünglich 
gewollten Ziel einer Halbierung der Zahl der Verkehrstoten noch weit 
entfernt. Transportpolitik muss vorrangig die Sicherheit der 
Passagiere, der weniger geschützten und auch der passiven 
Verkehrsteilnehmer gewährleisten. Hierbei spielt natürlich auch die 
Anpassung der Infrastruktur eine große Rolle", betont Ranner.
    Abschließend ging Ranner auf ihren eigenen Bericht im 
Verkehrsausschuss zur Implementierung der Sozialvorschriften im 
Straßenverkehr ein. "Die Analyse der Umsetzung sowohl der Lenk- und 
Ruhezeiten Verordnung als auch der Vorschriften zum Fahrtenschreiber 
sind mehr als ernüchternd. Für ein und dasselbe Delikt kann der 
Strafrahmen in den verschiedenen EU-Staaten zwischen 500 und 5000 
Euro liegen. Um hohen Strafen in einem Mitgliedstaat zu entgehen, 
'fliehen' manche LKW Fahrer in den Nachbarstaat, der eine niedrigere 
Strafe vorsieht! Auch die unterschiedlichen Kontrollen in den 
Mitgliedstaaten sowie die Unterschiede bei der Art der Sanktionen 
führen zu großen Unsicherheiten bei Fahrern und Unternehmen. Als 
Berichterstatterin des Parlaments möchte ich realisierbare Lösungen 
für diese untragbare Situation ausarbeiten", sagte Ranner 
abschließend.
Rückfragen: Dr. Hella Ranner MEP, tel.: +32-2-284-5898 
(hella.ranner@europarl.europa.eu)oder Mag. Philipp M. Schulmeister, 
EVP Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)
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