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OTS0079 / 04.02.2010 / 10:33 / Channel: Chronik / Aussender: Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
Stichworte: Auto / Kinder / Sicherheit / Unternehmen / Verkehr / Versicherungen


Allianz: Kinder im Winter richtig anschnallen! =


   Wien (OTS) - Jedes 5. Kind ist in Österreich als Pkw-Mitfahrer
nicht ordnungsgemäß gesichert. Gerade im Winter schützen dicke
Winterjacken zwar vor der Kälte, im Auto können sie jedoch zur
tödlichen Gefahr werden. Die Allianz gibt deshalb Tipps zum richtigen
Anschnallen.
   Die Unfallstatistik zeigt es ganz eindeutig: Zwei Drittel der im
Jahr 2008 im Straßenverkehr getöteten Kinder starben als Mitfahrer in
einem Kraftfahrzeug! Und gerade im Winter machen dicke Pullis und
flauschige Jacken das richtige Sichern der Kinder im Auto besonders
schwierig. Denn sie halten den Nachwuchs während der kalten
Jahreszeit zwar behaglich warm, verhindern aber, dass der
Sicherheitsgurt straff und nahe am Körper anliegt. Bei einem Unfall
kann so der Beckengurt in den weichen Bauchraum abrutschen und zu
lebensbedrohlichen Verletzungen der inneren Organe führen. "Um den
zusätzlichen Zwischenraum zwischen Körper und Gurt zu vermeiden,
zieht man dem Kind am besten vor Antritt der Fahrt die Jacke aus",
erklärt Allianz Serviceexperte Mag. Xaver Wölfl.
Näher ran ist besser
   Speziell im Winter, wenn die Autoheizung aufgedreht ist, wird
einem dick eingepackten Kind ohnedies schnell zu warm. Sollte die
Fahrt nur kurz oder es sehr kalt sein, kann der Reißverschluss
geöffnet und die Jacke nach außen gezogen werden, um die Schultern so
frei wie möglich zu machen. Wölfl warnt jedoch: "Auf keinen Fall darf
die Jacke über dem Gurt verschlossen werden, da Retter bei einem
Unfall sonst das Kind schwerer befreien könnten." Besser sei der
"Zwiebel-Look" mit mehreren dünnen Kleidungsschichten. "Und wenn es
wirklich sehr kalt ist, legen Sie die Jacke oder eine Decke über den
bereits angeschnallten Oberkörper und die Beine."
Falsche Sicherung kostet - eventuell sogar das Leben
   Ohne oder durch falsche Sicherung setzen Autofahrer sowohl ihre
eigene als auch die Gesundheit ihres Nachwuchses unnötig aufs Spiel.
Schon bei geringer Aufprallgeschwindigkeit kann das Kind gegen den
Vordersitz und im schlimmsten Fall sogar aus dem Fahrzeug
geschleudert werden. "Eine Frontalkollision bei einer Geschwindigkeit
von 50 km/h entspricht etwa einem Sturz aus dem dritten Stock. Doch
schon ein Zusammenstoß bei 15 km/h kann für ein ungesichertes Kind
tödlich enden", schildert Wölfl. 
   Um das zu verhindern, sieht der Gesetzgeber vor, dass Kinder bis
zu 150 cm Körpergröße mit geeigneten Kinderrückhaltesystemen
gesichert werden müssen. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften zur
Kindersicherung wird der Fahrer mit einer Vormerkung im
Führerschein-Register erfasst - und bereits bei der dritten
Übertretung innerhalb von zwei Jahren kann der Führerschein weg sein!
Wer für mitfahrende Kinder nicht Kindersitze verwendet, die
mindestens der Norm ECE 44.03 entsprechen, widersetzt sich der seit
2007 geltenden Regelung des Kraftfahrzeuggesetzes (KFG) und riskiert
außerdem eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro.
Vorbilder sitzen vorne
   Die Allianz rät daher, die mitfahrenden Sprösslinge immer richtig
zu sichern, auch wenn es sich nur um kurze Autofahrten handelt. Wölfl
appelliert besonders an das Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer:
"Schnallen auch Sie sich bei jeder Fahrt an, denn generell gilt:
Kinder brauchen Vorbilder und Konsequenz."
Rückfragehinweis:
~
   Dr. Marita Roloff, Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: marita.roloff@allianz.at
   Internet: www.allianz.at
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