- 04.02.2010, 10:15:03
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Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Offener Brief an Finanzminister Pröll
"Es geht um unsere Existenz!" - Geben Sie den Selbstständigen die KMU-Milliarde!
Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Finanzminister,
Selbstständige verdienen sich keine goldene Nase. Im Gegenteil:
Die Situation für Klein- und Mittelbetriebe sowie
Einpersonenunternehmen ist dramatisch. Löhne, Miete, Reparaturen,
Investitionen etc., das alles kostet Geld. Geld, das viele Klein- und
Mittelbetriebe (KMU) sowie Einpersonenunternehmen (EPU) nicht haben.
Und auch von den Banken nicht bekommen.
Eigentlich wäre es die Aufgabe der Banken, ein verlässlicher
Partner der Betriebe zu sein. Doch was ist passiert? Durch die
restriktive Kreditvergabepolitik der Banken trocknet die Wirtschaft
schrittweise aus. Die Selbstständigen kommen nicht mehr an jene
Mittel, die gerade jetzt extrem wichtig sind, um Investitionen zu
tätigen, Arbeitsplätze zu sichern und Wertschöpfung zu generieren.
Daher haben wir schon vor Monaten auf dieses Problem aufmerksam
gemacht, die Öffentlichkeit informiert und die Petition
www.recht-auf-geld.at ins Leben gerufen. Unzählige Selbstständige
haben uns unterstützt und berichtet, wie sehr sie unter den
mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten leiden.
Daher wende ich mich heute nochmals per Brief mit der Bitte um
Unterstützung an Sie. Herr Finanzminister, die Klein- und
Mittelbetriebe sowie Einpersonenunternehmen brauchen JETZT
Finanzierungen. Ich ersuche Sie höflichst: Geben Sie den
Selbstständigen die KMU-Milliarde!
Wie Sie sicher auch selbst wissen werden, sind die Töpfe der aws
prall gefüllt. Jetzt gehört dafür gesorgt, dass die Selbstständigen
auch in den Genuss dieser Finanzierungen kommen. Daher schlagen wir
vor, die Vergabekriterien so zu verändern, dass auch KMU und EPU
Unterstützung erhalten: Zum Beispiel durch die Herabsetzung der
Kredituntergrenze von 10.000 auf 1.000 Euro. Und durch eine
Vereinfachung der Vergabekriterien sowie durch eine Beschleunigung
bei der Vergabe selbst.
Österreichs Wirtschaft besteht beinahe zur Gänze aus KMU sowie
Einpersonenunternehmen. Sie sind die größten Arbeitgeber und
Lehrlingsausbildner in unserem Land. Sie zahlen die meisten Steuern
und tragen erheblich zur Wertschöpfung bei. Sie sind es, die unser
Land am Leben erhalten. Sie sind jede Unterstützung wert. Wir
ersuchen Sie: Handeln Sie rasch, damit die Selbstständigen in
Österreich überleben können!
Mit freundlichen Grüßen
LAbg. Fritz Strobl
Präsident des SWV Wien
Rückfragehinweis:
Mag. Marion Enzi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien Tel.: +43(1)5224766-12, Fax: +43(1)5262352 Mobil: +43(0)664-8304337 [email protected] www.wirtschaftsverband.at ZVR: 922857015 bzw. 421018716
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