- 04.02.2010, 04:00:12
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ÖSTERREICH: Festspiel-Affäre seit 2007 bekannt
Prüfbericht von Ernst&Young warnte vor dubiosen Geldflüssen bei Osterfestspielen
Salzburg (OTS) - Die Affäre um die Salzburger Osterfestspiele
dürfte den politischen Verantwortlichen schon seit drei Jahren
bekannt gewesen sein: Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer
Donnerstagausgabe berichtet, warnte die Prüfgesellschaft
"Ernst&Young" bereits im Juni 2007 in einem Bericht vor
Unregelmäßigkeiten und schlug eine rasche Neuorganisation vor.
In dem Bericht, der ÖSTERREICH vorliegt, heißt es wörtlich: "Wir
weisen darauf hin, dass zum 30. Juni 2007 die geforderte
Eigenmittelquote nach § 23 URG und die Schuldentilgungsdauer nach §
24 URG nicht gegeben sind und somit die Voraussetzungen für die
Vermutung eines Reorganisationsbedarfes gemäß § 22 Abs 1 Z1 URG
vorliegen."
Und die Prüfer haben bereits damals die politischen
Verantwortlichen über die Missstände bei den Osterfestspielen in
Kenntnis gesetzt: "Wir haben die gesetzlichen Vertreter mit Schreiben
vom 19. September 2007 über das Vorliegen der Voraussetzungen (. . .)
eines Reorganisationsbedarfs informiert." Die Salzburger
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ist geschäftsführende Präsidentin
der Osterfestspiele.
Brisant sind auch die Kosten, die bei der Prüfung ans Licht kamen:
Demnach kassierten die 22 Beschäftigten der Osterfestspiele im
Schnitt 142.00 Euro pro Jahr. In dem Bericht wird auch festgehalten,
dass der Bilanzverlust von 938.918 Euro vom Verein der Förderer der
Osterfestspiele abgedeckt wird.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1259
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