• 03.02.2010, 15:02:53
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Lawinenunglück mit guter Ausrüstung überlebt

Gräfelfing/München (TP/OTS) - Statistisch gesehen, nehmen die
Überlebenschancen von vollständig Lawinenverschütteten bereits nach
15 Minuten rapide ab - der Grund, warum etwa 50 Prozent davon nicht
lebend geborgen werden können. Der Profi-Snowboarder Rudi Kröll blieb
dank seines ABS-Airbags an der Oberfläche und hat ein Lawinenunglück
überlebt.

"Wir waren für Filmaufnahmen mit einem Skiführer im Backcountry
unterwegs, als wir eine tolle Location entdeckten. Die
Schneesituation wurde für gut befunden und ich fuhr in den Hang ein -
und im selben Moment ist er schon weggebrochen." Rudi Kröll
realisiert schnell, der Lawine nicht entkommen zu können und löst
seinen ABS-Airbag aus. " Mein Snowboard wurde vom Schnee
heruntergedrückt und ich dachte, jetzt werde ich von der Lawine
überrollt. Aber schon im nächsten Moment spürte ich den Auftrieb
durch den Lawinenairbag, kam wieder an die Oberfläche und schließlich
über den Schneemassen zum liegen." Rudi Kröll hatte Glück. Er kam mit
einem Schock davon. "Ich bin Profisportler und weiß über alpine
Gefahren abseits der gesicherten Pisten bestens Bescheid. Aber auch
all die Erfahrung und das Wissen können nicht immer vor einem
Lawinenabgang schützen. Neben dem LVS, der Sonde und der Schaufel,
hab ich meinen ABS-Lawinenairbag immer mit dabei, um im äußersten
Notfall die besten Überlebenschancen zu haben."

Lebensretter ABS

Von 226 vom Schweizer Lawineninstitut dokumentierten und bekannten
Lawinenunfällen mit dem ABS-Airbag überlebten 223 Personen.
"Vorrangiges Ziel muss immer sein, einen Lawinenabgang zu vermeiden.
Aber jeder erfahrene Skibergsteiger weiß, dass immer ein nicht
kalkulierbares Restrisiko bleibt. Der ABS-Lawinenairbag erhöht die
Überlebenschancen bei einem Lawinenunfall signifikant, weil er
entweder die Verschüttung verhindert oder die Verschüttungstiefe
entscheidend verringert," bestätigt auch Michael Larcher, Bergführer
und Bergsportchef im Österreichischen Alpenverein.

Weitere Informationen unter
http://www.pressezone.at/presse/2010/02/2010-02-01_abs_kroell.php

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