- 03.02.2010, 11:23:24
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Kraftwerksausbau: Windkraft Nr. 1 in Europa
Windkraft unangefochten Nummer eins in Europa - Österreich 2009 Schlusslicht
Wien (OTS) - Trotz Wirtschaftskrise ist Windenergie auch 2009 die
unangefochtene Nummer eins in Europa, dies zeigt eine brandaktuelle
Statistik der European Wind Energy Association (EWEA) und Platts
Power Vision. 39 % der im vergangenen Jahr in der EU neu errichteten
Kraftwerksleistung sind Windkraftanlagen. Windkraft hat damit zum
zweiten Mal alle anderen Technologien übertroffen. Der Ausbau konnte
dabei nochmals um 23% im Vergleich zu 2008 gesteigert werden. In
Österreich wurde 2009 kein einziges Windrad errichtet. Der neue Tarif
gibt aber wieder Hoffnung.
Windkraft neuerlich Nummer 1 beim Kraftwerksausbau
Insgesamt sind in der EU letztes Jahr 10.163 Megawatt (MW)
Windkraft neu ans Netz gegangen, dies ist -trotz Wirtschaftskrise- um
23 % mehr als 2008. "Die europäischen Regierungen haben erkannt, dass
Windkraft unabhängig von schwankenden Brennstoffpreisen und
Energieimporten macht. Deswegen wurden europaweit Rahmenbedingungen
für einen raschen Windkraftausbau geschaffen", analysiert Mag. Stefan
Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft.
Spitzenreiter innerhalb Europas ist Spanien mit einem Zubau von
2.459 MW (24 % am Gesamtzubau), gefolgt von Deutschland mit 1.917 MW
(19 %), Italien mit 1.114 MW (11 %), Frankreich mit 1088 MW (11%) und
UK mit 1077 MW (11%).
In Österreich hingegen wurde letzes Jahr kein einziges Windrad
errichtet. "Im Gegensatz zum weltweiten Trend herrschte bei uns seit
vier Jahren Stillstand. Der neue Einspeisetarif gibt nun aber
Hoffnung, dass an den effizientesten Standorten in Österreich wieder
Windkraftanlagen errichtet werden können", so Hantsch.
Erneuerbare Energien halten bereits bei 61 %
Während im Jahr 2009 39 % der neu errichteten Kraftwerksleistung
Windkraftwerke waren, hatte die Nummer Zwei, die Gaskraftwerke, nur
einen Anteil von 26 %. Photovoltaik hatte im Jahr 2009 bereits einen
Anteil von 11 % an der neu errichteten Kraftwerksleistung. Insgesamt
hatten die erneuerbaren Energien beim Kraftwerksneubau bereits einen
Anteil von 61 %.
Anfang des Jahres waren in der EU Windkraftanlagen mit einer
Gesamtleistung von 74.767 MW am Netz, diese Anlagen erzeugen jährlich
163 Mrd. Kilowattstunden, was 4,8 % des Strombedarfs der EU ausmacht.
Der schadstofffreie Windstrom vermeidet mehr als 120 Mio. Tonnen CO2
jährlich. Dies hat dieselbe Wirkung, als würden alle Deutschen und
alle Österreicher komplett auf ihr Auto verzichten. "Der Ausbau der
Windkraft und der anderen Erneuerbaren Energien in Europa hat einen
massiven Beitrag zur Vermeidung von CO2 Emissionen gebracht und dabei
große Wertschöpfung und Arbeitsplätze geschaffen", meint dazu
Christian Kjaer, Geschäftsführer der EWEA.
In Österreich gab es Anfang 2009 617 Windräder mit einer
Gesamtleistung von 995 MW. Diese Anlagen erzeugen 3% des
österreichischen Stromverbrauchs. Im Ökostromgesetz ist ein weiterer
Ausbau der Windkraft bis 2015 um 700 MW vorgesehen. Die
österreichische Windkraftzulieferindustrie hat ein Exportvolumen von
über 350 Mio. Euro pro Jahr und wächst gemeinsam mit dem Weltmarkt in
atemberaubender Geschwindigkeit.
Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft, Tel. +43 676 3707820,
mailto:[email protected]
Grafiken und Details auf www.igwindkraft.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/110
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