OTS0049   3. Feb. 2010, 09:45

"Brennpunkt Energie - mit Sonne, Wind und Wasser in die Zukunft"

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" am 7. Februar 2010 um 18.25 Uhr in ORF 2


Fossile Rohstoffe werden knapp, die Sorge um
eine sichere Versorgung wächst... und damit wird auch der Ruf nach
nachhaltigen Energiequellen immer lauter: Wasser, Wind, Sonne und
Biomasse gewinnen zunehmend für private Haushalte und für die
Wirtschaft an Bedeutung.

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Christian Puluj und Andi Leitner)
stellt am Beispiel des Bundeslandes Niederösterreich innovative
Großprojekte und private Initiativen vor, zeigt die Bedeutung des
Zusammenspiels von Technik und Ökologie und greift auch die Bedeutung
effizienter Energieberatung auf.

Denn Niederösterreich ist zwar aufgrund zahlreicher Anlagen zur
Stromgewinnung und über dem nationalen Durchschnitt liegenden Mengen
an fossilen Vorräten der wichtigste Energieproduzent Österreichs.
Dennoch steigt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und von
Energieimporten. Und das führt zu vielfältigen Überlegungen, wie
erneuerbare Energien noch besser genutzt werden können.

*Hauptthema ist dabei die Wasserkraft: Denn Österreich erzeugt
derzeit etwa 60% seines elektrischen Stromes aus Wasserkraft und
liegt dabei neben Norwegen und der Schweiz im internationalen
Spitzenfeld. Gefragt ist dabei vor allem der ökologische Ausbau: Die
CO2-Emissionen sollen reduziert, die Fließgewässer geschont werden.
Im "Österreich-Bild" werden konkrete Projekte beim Donaukraftwerk
Melk, der "Stromboje" von Aqua Libre sowie von privaten
Klein-Anlagen gezeigt.

*Ein zweiter erneuerbarer Energieträger ist die Nutzung des
Windes: Rund 350 netzgekoppelte Windanlagen in 108 Windparks sind in
Niederösterreich bereits in Betrieb. Das entspricht etwa der Hälfte
aller in Österreich installierten Anlagen. Sie können in normalen
Windjahren mehr als 10% des im Bundesland verbrauchten Stroms
erzeugen. Im TV-Film werden beispielhaft der Windpark Bruck an der
Leitha sowie die Waldviertler Gemeinde Japons, die acht Windräder zur
Stromerzeugung betreibt, vorgestellt.

*Die Kraft der Sonne wiederum wird derzeit vor allem zur
Warmwasserbereitung eingesetzt - und da nimmt Österreich weltweit
eine Spitzenposition ein. Thermische Solaranlagen sind in der
Anschaffung kostengünstig und energieeffizient; ihr Einbau ist seit
Jahresbeginn 2010 im Zuge des niederösterreichischen
Wohnbauförderungsmodells verpflichtend vorgeschrieben. Weiteres
Wachstumspotential gibt es bei der Photovoltaik, bei der
Sonnenstrahlen direkt in elektrische Energie umgewandelt werden. So
sind auf dem Gelände des ehemaligen AKW Zwentendorf
Photovoltaikanlagen installiert. In der HTL Hollabrunn wiederum wird
auf diesem Gebiet geforscht und Elektro-Installateuren in eigenen
Schulungen Wissen vermittelt.

*Ein erneuerbarer Energieträger ist schließlich auch die Biomasse,
die klimaneutral ist, weil nicht mehr Kohlenstoff freigesetzt werden
kann, als die Pflanze während des Wachstums aufgenommen hat. Das Land
Niederösterreich setzt bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten auf
deren Nutzung: Jedes Jahr kommen an die 50 Biomasse-Fernwärmeanlagen
zum bestehenden Versorgungsnetz dazu. Eine der ersten Gemeinden, die
beispielsweise eine Hackschnitzel-Anlage für öffentliche Gebäude
installiert hat, ist Eschenau im Mostviertel. In Japons dagegen
werden die privaten Haushalte mithilfe einer Biogasanlage mit Strom
und Fernwärme versorgt.

Das Interesse für erneuerbare Energien ist bei Privaten,
Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gleichermaßen groß - oft
aber bestehen noch Informationsdefizite. Sie abzubauen und für die
vielfältigen Anforderungen jeweils maßgeschneiderte Lösungen
vorzuschlagen, zählt ebenso zu den Aufgaben der "Energieberatung
Niederösterreich" wie die Auskünfte zu Wärmedämmung, schonender
Energienutzung und Energiesparen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0049 2010-02-03 09:45 030945 Feb 10 NOA0001 0521



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Mag. Michael Koch
Tel.: 02742/2210 23754
michael.koch@orf.at

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