• 03.02.2010, 09:32:57
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AK Test: Vorsicht, Blei im Wildfleisch!

AK verlangt Verbot von bleihältigen Schrot für die Jagd Wien (OTS) - Blei-Alarm bei Wildfleisch! Die AK hat zwölf Proben von Wildhasen und Wildgeflügel von vier Anbietern in Wien auf den Gehalt von Schwermetallen unter die Lupe genommen. Der AK Test zeigt: Jede vierte Probe wies bei den Produkten mit Einschusskanal einen hohen Bleiwert auf - dabei kann der Richtwert um das rund 5000-fache überschritten sein. Eine weitere Probe hatte etwas zu viel Blei enthalten. Die AK fordert vom Umweltminister: Weg mit der bleihältigen Schrotmunition. Was in einigen anderen europäischen Ländern (etwa Dänemark oder Niederlande) bereits möglich ist, muss auch in Österreich gehen. Niederwild wie Hasen oder Fasane wird mit Schrot geschossen. Konkret zeigt der AK Test: Bei drei Proben - ein Wildhasenrücken und zwei Feldhasenkeulen - wurden hohe Bleimengen in den Fleischteilen mit dem Einschusskanal gefunden (bis zu 236 Milligramm). "Auf diese Fleischportion umgerechnet, also 150 Gramm, wird der im Lebensmittelcodex vorgesehene Aktionswert für Blei um das 5.000-fache bis 6.000-fache überschritten. Insbesondere, wenn die Bleischrotmunition im Fleisch auf Knochen trifft und zersplittert, wird sie der Konsument mitessen", sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Der Richtwert liegt bei 0,25 Milligramm je Kilogramm für diese Produkte. Für 150 Gramm Wildhasenrücken würde das 0,0375 Milligramm entsprechen. Eine Probe Fasanpastete hatte ebenfalls zu viel Blei enthalten (0,766 Milligramm je Kilogramm). Bei den restlichen Wildproben lagen die Bleiwerte unter dem Richtwert. "Blei ist ein giftiges Schwermetall", sagt Schöffl. "Bei einer dauerhaft hohen Belastung senkt Blei die Bildung des roten Blutfarbstoffs und vermindert die Lebensdauer der roten Blutkörperchen. Es kann auch beispielsweise zu Magenerkrankungen, Nierenstörungen oder Kopfschmerzen kommen", so Schöffl. Blei ist auch problematisch für die Umwelt. Die Jäger verschießen jährlich mehr als 100 Tonnen Blei laut Berechnungen des Umweltbundesamtes. Weitere 400 Tonnen Blei belasten die Umwelt durch Sportschützen. Der Cadmiumgehalt wurde bei keiner der Proben überschritten (unter 0,1 Milligramm je Kilogramm Wild). Schöffl rät: "Schneiden Sie sicherheitshalber das Fleisch rund um den Schusskanal großzügig aus!" Es wurden bei vier Anbietern in Wien zwölf Wildproben eingekauft, etwa Feldhasenrücken, Feldhasenkeule, Hasenschulter, Rebhuhn, Wildente, Fasanhahn in Speck, Hasen- sowie Fasanpastete. Von den zwölf Produkten hatten neun Proben sichtbare Einschusskanäle. SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter http://wien.arbeiterkammer.at Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation Doris Strecker Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52 mailto:[email protected] http://wien.arbeiterkammer.at Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/26 *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0040 2010-02-03/09:32 030932 Feb 10

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