- 02.02.2010, 20:43:48
- /
- OTS0259 OTW0259
"Nachhilfe" (Von Werner Rohrhofer)
Ausgabe vom 3. Februar 2010
Linz (OTS) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat fürwahr ein
geschicktes Händchen, wenn es darum geht, Lehrerinnen und Lehrer zu
brüskieren. Mag man in früheren Fällen vielleicht noch wohlwollend
und beschönigend gesagt haben, Schmied sei halt "ungeschickt"
vorgegangen, indem sie vor einer geplanten Maßnahme die
Lehrervertreter nicht kontaktierte, so muss man heute auf Grund der
Erfahrungen sagen: Schmieds Vorgangsweise hat Methode. Entweder
agiert sie bewusst vom hohen ministeriellen Ross herab und völlig
abgehoben. Oder sie scheut einfach die sachliche Auseinandersetzung.
Darauf deutet hin, was die Lehrervertreter seit geraumer Zeit
bemerken (siehe Bericht S. 13): Die Frau Minister weicht gezielt dem
Gespräch mit den Lehrergewerkschaftern aus! Sie mischt sich zwar bei
passender Gelegenheit jovial unters Pädagogenvolk, aber den Dialog
mit den - gewählten (!) - Funktionären der Lehrerschaft scheut sie
ganz offensichtlich. Es ist halt leichter, bei einem Schulbesuch mit
den Lehrern Small Talk zu pflegen als mit den Gewerkschaftern harte
Verhandlungen zu führen. Letzteres ist aber Teil einer
Sozialpartnerschaft, die es auch im Bildungs- und Schulbereich gibt.
In diesem "Fach" braucht Claudia Schmied dringend
"Nachhilfeunterricht".
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/438
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






