• 02.02.2010, 09:30:18
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AK Test: Nicht nur Zinsen, auch Informationen sind dürftig! 1

AK fordert bessere Informationen für SparerInnen

Wien (OTS) - Für gebundene Sparbücher sind die Zinsen sehr mager -
auch Verhandeln bringt kaum mehr! Das zeigt ein AK Mystery
Shopping-Test 2009 bei neun Banken. Infor-mationen über die Art der
Zinsanpassung oder die Einlagensicherung erhielten die AK TesterInnen
nur zauderhaft und lückenhaft. Bei den schriftlichen Informationen
haperte es ebenfalls. Die AK verlangt bessere und klare Angaben über
die Vor-schusszinsen bei vorzeitiger Behebung eines gebundenen
Sparbetrages und die Einlagensicherung bei Eröffnung eines
Sparbuches.

Was die Banken an Zinsen gewähren

Bank                    Zinssatz pro Jahr         Bindung
Bawag*)                 0,125  Prozent            vier Monate
Deniz Bank              1,375  Prozent            sechs Monate
Erste Bank              0,125  Prozent            keine
Hypo NÖ und Wien**)     0,125  + 1 Prozent Bonus  sechs Monate 
PSK Bank                0,125  Prozent            sechs Monate
RLB NÖ Wien             0,125  Prozent            sechs Monate
Unicredit Bank Austria  0,125  Prozent            keine
Vakif Bank              1,750  Prozent            sechs Monate
Volksbank Wien          0,0625 Prozent            keine

*) wenn Betrag von 10.000 Euro einlangt, Erhöhung auf 0,25 Pro-zent
möglich - Vorsprache in Filiale nötig; **) Bonus nur für drei Monate,
danach erneut Vorsprache in Filiale nötig

Für 10.000 Euro Sparbetrag boten die Banken durchschnittlich
gerade einmal 0,125 Prozent (ohne Kapitalertragssteuer). "Leider gibt
es auch kaum einen Verhandlungsspiel-raum bei den niedrigen Zinsen",
sagt AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann.

Informationen sind rar: Wie die Zinsen angepasst werden, blieb im
Verborgenen. Erst auf Nachfragen wurden die AK TesterInnen auf
Unterlagen verwiesen oder erhielten sie. Angaben über die
Einlagensicherung waren unvollständig. Und auch die schriftlichen
Informationen waren oft mangelhaft: In nur zwei von neun Sparbüchern
fanden sich die Informationen über die Einlagensicherung. Bei zwei
weiteren Banken gab es die Infos am Konditionenblatt, bei fünf Banken
nur auf Nachfrage. Nur zwei von neun Sparbüchern erhielten die
Aufklärung über die Vorschusszinsen bei vorzeitiger Behebung. Und
drei von neun Banken gaben keine Sparbuch- oder Vertragsbedingungen
her.

Wer sein Sparbuch schließt, zahlt teure Schließungsspesen. "Sie
fallen bei den mickri-gen Zinsen ins Gewicht", sagt Kollmann. Drei
von neun Banken verrechneten 2,48 (Erste Bank) bis fünf Euro (Hypo NÖ
und Wien). Bei durchschnittlich 0,125 Prozent Zinsen be-trägt der
Zinsertrag nach Abzug der Kapitalertragssteuer 4,688 Euro (bei 10.000
Euro und einer sechsmonatigen Bindung). "Bei Schließungsspesen von
mehr als 4,7 Euro und den niedrigen Zinsen steigen Sparer bereits
nach einem halben Jahr mit einem Verlust aus", resümiert Kollmann.
(Forts.)

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/26

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