OTS0062 / 01.02.2010 / 10:31 / Channel: Chronik / Aussender: Österreichische Ärztekammer
Stichworte: Gesundheit / Krebs / Vorsorge / Ärztekammer


Weltkrebstag 2010: Dorner fordert konsequentes Rauchverbot in der Gastronomie

Utl.: Appell an Wirte - auf gesunden Lebensstil achten - Vorsorgeangebote besser nutzen =


   Wien (OTS) - Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar erneuert
Ärztekammer-Präsident Walter Dorner seine Forderung nach einem
absoluten Rauchverbot in der Gastronomie und im öffentlichen Raum. In
diesem Zusammenhang appelliert er auch an die österreichischen Wirte,
im Sinne des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung einer konsequenten
Lösung zuzustimmen und sie rasch umzusetzen. Diese Maßnahme sei umso
wichtiger, als gerade der Lungenkrebs besonders heimtückisch und
gefährlich sei, sagte der Ärztepräsident Montag in einer Aussendung.
Jährlich sterben rund 1.200 Frauen und 2.500 Männer an einem
Lungenkarzinom.
"Ein gesunder Lebensstil, besonders gesunde Ernährung, Bewegung und
der Verzicht auf Zigaretten sind die wichtigsten Maßnahmen, um dem
Krebs vorzubeugen", erklärte Dorner. Leider würde die Gefahr des
Passivrauchens noch immer unterschätzt. Dabei sei die gemessene
Feinstaubbelastung in verrauchten Lokalen ähnlich wie in der Nähe
mehrspuriger Schnellstraßen, so der Ärztekammer-Chef. Er wies darauf
hin, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, mit Lebensstilmaßnahmen
insgesamt um 36 Prozent gesenkt werden könne.
Darüber hinaus empfehle sich die Gesundenuntersuchung, die Personen
ab 18 Jahren einmal jährlich kostenfrei zur Verfügung stehe. "Leider
nutzen noch immer zu wenige Menschen das Angebot", bedauerte der
Ärztekammer-Chef. So würden nur 12 Prozent der Anspruchsberechtigten
zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
Spezielle Vorsorge sei laut Dorner bei den häufigsten
Krebserkrankungen angesagt - Brustkrebs bei den Frauen und das
Prostatakarzinom bei den Männern. 
Jährlich sterben 1.490 Frauen an Brustkrebs, der somit die am meisten
verbreitete tödliche Krebserkrankung bei der weiblichen Bevölkerung
ist. Ab dem vierzigsten Lebensjahr haben Frauen alle zwei Jahre
Anspruch auf eine Vorsorgemammographie, zudem sollte regelmäßig eine
Selbstuntersuchung der Brust erfolgen. 
Zur Früherkennung des Prostatakarzinoms, an dem jährlich knapp 1.200
Männern sterben, gibt es die Tastuntersuchung, sowie den PSA-Test,
der auf einen Tumor hinweisen kann. Studien zufolge kann dieser Test
die Sterblichkeit um etwa 20 Prozent senken. Männer ab dem 45.
Lebensjahr sollten sich einmal jährlich einer Vorsorgeuntersuchung
unterziehen.(za)
Rückfragehinweis:
   Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
   Mag. Martin Stickler
   Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
   Mail: m.stickler@aerztekammer.at
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