- 01.02.2010, 10:21:47
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Senatsvorsitzende der Universitäten: Studienplätze ausreichend finanzieren
Unzumutbare Studienbedingungen in vielen Fächern
Wien (OTS) - Die Senatsvorsitzenden der österreichischen
Universitäten tagten Ende letzter Woche in Wien. Sie begrüßen den
aktuellen hochschulpolitischen Dialog, der vom Bundesminister für
Wissenschaft und Forschung im Herbst 2009 begonnen wurde. Sie
schätzen es, dass auch die neue Bundesministerin bereit ist,
gemeinsam mit den Universitäten nach Lösungen zur Bewältigung der
gestiegenen Studierendenzahlen zu suchen.
Keiner Diskussion bedarf freilich die Tatsache, dass der
Hauptgrund für die Probleme der österreichischen Universitäten in
ihrer völlig unzureichenden staatlichen Finanzierung durch die
Bundesregierung liegt. Die den Universitäten zugeteilten öffentlichen
Mittel haben in den letzten Jahren nicht annähernd mit dem starken
Zuwachs der Zahl der Studierenden aus dem In- und Ausland, dem Bedarf
für deren qualitätvolle Betreuung und den gleichzeitigen hohen
Anforderungen an wissenschaftliche und künstlerische Entwicklung
Schritt gehalten.
Senatsvorsitzende fordern Finanzierung nach Studienplätzen und
kontinuierliche Budgeterhöhung auf 2% des BIP bis 2015
Die Senatsvorsitzenden halten es daher für unumgänglich, dass das
Universitätsbudget möglichst bis 2015 kontinuierlich auf 2 % des BIP
erhöht wird. Die Lehre der Universitäten ist nach Maßgabe jener
Studienplätze zu finanzieren, deren Angebot man von ihnen in den
verschiedenen Studienrichtungen erwartet. Nur so werden die Kosten
für qualitätvolle Lehre transparent und die besonderen Anforderungen
der verschiedenen Fächer erkannt werden.
Die Senatsvorsitzenden fordern die neue Bundesministerin daher
übereinstimmend auf, sich in der Bundesregierung nachdrücklich für
die Umsetzung dieser Forderung einzusetzen. Nur dann werden die
Universitäten auch in Zukunft in der Lage sein, ihren
gesellschaftlichen Bildungsauftrag zu erfüllen.
Rückfragehinweis:
O. Univ.-Prof. Dr. Helmut Fuchs Sprecher der Senatsvorsitzenden der Österreichischen Universitäten Universität Wien E-Mail: [email protected] T: +43-1-4277-346 41 M: +43-664-602 77-346 41
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/221
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