• 01.02.2010, 09:59:57
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ÖAMTC-Touristik prüft Reiseangebote für Urlauber, die selbst zum Urlaubsziel anreisen

Vorteile und Nachteile - Urlaub buchen im Reisebüro oder zwischen Wursttheke und Tiefkühlkost

Wien (OTS) - Reiseveranstalter kämpfen hart um die Gunst der
Reisenden. Derzeit locken Reisekataloge mit attraktiven Preisen,
Frühbucherrabatten und Schnäppchenangeboten. Die ÖAMTC-Touristik hat
die Angebote für Selbstfahrer von allen Supermärkten und den
gängigsten Katalogen der Reisebüros (wie Dertour, Gruber, Interhome,
Terra Reisen oder TUI) unter die Lupe genommen. "Bei beiden
Anbieterformen gilt, dass man vor der Buchung einige Dinge beachten
sollte", fasst die ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant zusammen.

Verlockende Angebote beim Diskonter, allerdings ohne Beratung

Mittlerweile gibt es in fast allen Supermarktketten Reisen im
Angebot. "Beratung gibt es aber keine und die Reisen können auch
nicht an der Kasse bezahlt werden", nennt die ÖAMTC-Touristikerin
zwei wesentliche Nachteile. Im Supermarkt selber gibt es nur die
Prospekte, gebucht wird dann über eine Hotline oder im Internet. Die
Lebensmittelhändler treten nicht als Veranstalter, sondern
ausschließlich als Vermittler in Erscheinung. Als Preisbeispiel hat
die Clubexpertin folgendes parat: Mit fünf Nächten in einem
Privatappartement in Kroatien für nur 39 Euro pro Person lockt Lidl.
Beim zweiten Blick zeigt sich aber, dass dieses Angebot nur an vier
Terminen buchbar ist, und das Ende März, Anfang April oder Mitte/Ende
Oktober. "Selbiges Angebot kostet in der Hauptsaison bereits das
Vierfache", informiert die ÖAMTC-Touristikerin. "Ist man also auf der
Jagd nach einem Schnäppchen, so sollte man bei Destination und
Reisetermin flexibel sein." Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich Region
oder Hotel sind bei den Supermarkt-Angeboten meist rar. Oft sind die
Angebote zudem nur monatlich oder kürzer gültig.

Verwirrendes Überangebot im Reisebüro - besser die Experten
fragen

Die informationsüberfrachteten Selbstfahrerkataloge sorgen oftmals
für mehr Verwirrung als Aufklärung. Das Reisebüro bietet aber im
Vergleich zum Supermarkt persönliche Beratung rund um Planung und
Buchung der Reise. Nachteil: Es wird häufig als teuer empfunden. Die
Beratung der Fachexperten und komplizierte Preisberechnungen sind im
Reisebüro dafür gegen Buchungsgebühr inklusive. "Außerdem wird im
Reisebüro individuell auf Zeitraum, Reiseland, Region oder sogar auf
einen bestimmten Ortsteil eingegangen", sagt die ÖAMTC-Expertin. Der
Frühbucherbonus allerdings - bei den meisten Anbietern noch bis 31.
März zu haben - hält nicht immer das, was er vorgibt zu sein. So ist
es durchaus üblich, dass weniger Rabatt als erhofft geboten wird oder
gar nur ein Konsumationsgutschein im Wert von 20 Euro bzw. eine
Touristenermäßigungskarte. "Man sollte also im Reisebüro durchaus
nach anderen, günstigeren Angeboten fragen", empfiehlt die
ÖAMTC-Touristikerin.

Günstig reisen mit der Familie - gleiches Hotel, verschiedene
Ermäßigungen

"Besonders bei Kinderermäßigungen sollte man auf Unterschiede
achten", betont Bergant. So kostet beispielsweise bei Hofer das Hotel
Sol Garden Istra in Umag (Kroatien) für drei Nächte 139 Euro pro
Person. Bei zwei Vollzahlern bekommt ein 13-jähriges Kind 25 Prozent
Ermäßigung. Im Katalog von Terra Reisen kostet selbiges Hotel zur
gleichen Zeit für drei Nächte 135 Euro pro Person. Kinder unter 14
Jahren nächtigen bei diesem Angebot bei zwei Vollzahlern sogar
kostenlos. Weiters sind bei Terra Reiserücktrittsversicherung und -
wer rechtzeitig bucht - 15 Prozent Frühbucher-Bonus inkludiert. Die
Buchungsgebühr des Reisebüros ist im Preis noch nicht eingerechnet.

Negativ fiel auf, dass keiner der geprüften Reisekataloge bzw.
Prospekte nützliche Informationen zur Eigenanreise enthielt. "Um vor
allem kostspielige Strafen zu vermeiden, sollten Autofahrer jedoch
die örtlichen Straßenverkehrsbestimmungen kennen", sagt die
ÖAMTC-Touristikerin. Umfassende Infos dazu finden Reisende unter
www.oeamtc.at/laenderinfo. Für Clubmitglieder gibt es weiters das
kostenlose Touring-Set mit umfangreichem Kartenmaterial. Außerdem
können mit dem clubeigenen Routenplaner Maut und Vignettenkosten für
die gewählte Strecke berechnet werden. Und bei besonders teuren
Strecken natürlich auch alternative Routen. Mehr Infos unter unter
www.oeamtc.at/reise.

Tipps zur Reiseplanung bei Selbstfahrer-Angeboten

* Achten auf Extrakosten. Häufig sind Strandbenützungsgebühr wie auch
Kurtaxe nicht inkludiert. Auch fürs Haustier - sofern erlaubt -
kommen meist Gebühren hinzu.
* Angebote vergleichen. "Ein maßgeschneidertes Super-Angebot im
Vorbeigehen findet man selten", sagt die ÖAMTC-Expertin.
* Im Reisebüro gezielt nach günstigen Angeboten fragen.
* Bei guten Supermarkt-Angeboten nicht zu lange zögern, aufgrund des
begrenzten Kontingents und der zeitlich eingeschränkten Buchbarkeit.
* Das Kleingedruckte lesen. Auch wenn es immer wieder mühsam ist,
finden sich hier doch manchmal Zusätze, mit denen man möglicherweise
nicht einverstanden ist.
* Reisekatalog oder Prospekt aufheben, diese können im Falle eines
Reisemangels als Nachweis dienen.
* Probleme an Reiseveranstalter melden. Treten bei Supermarkt-Reisen
Mängel auf, ist der durchführende Veranstalter der richtige
Ansprechpartner. Am besten noch den Reiseleiter oder die Vertretung
vor Ort aufsuchen.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/250

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