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OTS0040   1. Feb. 2010, 09:55

Verein Adipositas-Selbsthilfegruppen: Betroffen über Diskussion bei ORF-Sendung "Im Zentrum" zum Thema "Fett, faul und süchtig"

Adipositas bzw. Fettsucht ist eine von der WHO anerkannte Krankheit


(Adipositas SHG; Wien, 1.2.2010) Betroffen zeigte
sich heute die Präsidentin des Vereins Adipositas-Selbsthilfegruppen,
Elisabeth Jäger über die gestrige ORF-Sendung "Im Zentrum" zum Thema
"Fett, faul und süchtig": "Die Ausgewogenheit bei der Auswahl der
Diskutanten fehlte total, denn es war kein Adipositas-Betroffener
dabei, der aus seiner Sicht die Dinge darstellen konnte. In
Österreich gibt es aber auch schon viele Ärzte, die sich auch mit den
Hintergründen der von der WHO als Krankheit anerkannten Adipositas
auseinandersetzen."

Jäger zeigte auf, dass Fettsucht von der WHO als Krankheit
anerkannt ist und nicht nur genetisch bedingt sein kann, "sondern
ganz klar eine Suchterkrankung ist. Nur im Gegensatz zu Alkohol- oder
Nikotinsüchtigen kann man auf das tägliche Essen nicht verzichten, es
ist notwendig, um zu leben." Verständnislose Ärzte, wie der
eingeladene Valentin Leibetseder tragen leider oftmals mehr zur
Frustration bei als sie helfen. "Viele Patienten, die auch in den
Selbsthilfegruppen unseres Vereins Hilfe und Unterstützung suchen,
haben eine wahre Odyssee hinter sich. Nicht nur haben sie zahlreiche
Diäten ausprobiert und versucht Hilfe zu bekommen, sie scheitern
oftmals auch am Unverständnis und der Unwissenheit der Ärzte."

Bei morbider Adipositas - ab einem BMI von über 40 - helfe diesen
Menschen oftmals nur mehr ein chirurgischer Eingriff. "Ein
Aktionsplan zur Ernährung, wie nun vom zuständigen Minister
vorgestellt, wird diesen Patienten kaum mehr helfen. Sie brauchen
wirkliche Hilfe - durch Chirurgen, aber auch durch Psychotherapeuten.
Denn hinter der Fettsucht stecken oftmals massive psychische
Probleme, die es als begleitende Therapiemaßnahme gilt,
aufzuarbeiten. Aber auch das scheitert oft am Geld, denn kostenlose
Therapieplätze bei auf Esssucht spezialisierten Psychotherapeuten
sind Mangelware."

Gerade adipöse Menschen haben sich ob der zahlreichen Diäten sehr
genau mit gesunden und ungesunden Lebensmitteln auseinandergesetzt,
scheitern nicht nur am eisernen Willen, sondern verzweifeln oft am
immer wieder kehrenden Jo-Jo-Effekt, so Jäger. Ein wesentlicher
Aspekt sei jedoch auch, so die Präsidentin des Vereins
Adipositas-Selbsthilfegruppen, "dass gesunde Ernährung auch ein
beachtlicher Kostenfaktor ist. Die Menschen haben immer weniger Geld
zum Leben. Und traurige Tatsache ist auch, dass ungesunde Ernährung
oftmals billiger und ein gesunder Speiseplan für viele Menschen nicht
leistbar ist." Hier dürfe man nicht vergessen, dass hinter der
Lebensmittelindustrie und der dazugehörigen Werbebranche eine
mächtige Lobby steht.

Über "Adipositas Selbsthilfegruppen": Der Verein "Adipositas Selbsthilfegruppen" wurde im Herbst 2007 gegründet und fasst mehr als 20 österreichische Selbsthilfegruppen unter einem Dach zusammen. In den Selbsthilfegruppen wird Adipositas-Erkrankten Hilfe geboten und mit Rat und Tat zu Seite gestanden. Die "Adipositas Selbsthilfegruppen" werden von Betroffenen geleitet und zeigen Therapiemöglichkeiten für die nicht heilbare Krankheit Adipositas auf. Weitere Informationen unter www.adipositas-shg.at.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0040 2010-02-01 09:55 010955 Feb 10 CED0001 0462



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Rückfragehinweis: Präsidentin Elisabeth Jäger
0664/8240992
"Adipositas - Selbsthilfegruppen - Hilfe zur Selbsthilfe bei Fettleibigkeit"
www.adipositas-shg.at

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