• 30.01.2010, 10:00:11
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  • OTS0021 OTW0021

Gesundheitsberufe: Gesundheitsversorgung ist öffentliche Aufgabe

Dritte Gesundheitsberufe-Konferenz: Qualitätssicherung und Personalkrise als zukünftige Herausforderungen

Wien (OTS) - Die Gesundheitsversorgung muss öffentliche Aufgabe
bleiben. Dies ist die zentrale Forderung der Österreichischen
Gesundheitsberufe-Konferenz, die jüngst zum dritten Mal in Wien
tagte. Patientinnen und Patienten hätten ein Recht auf adäquate
medizinische Versorgung unabhängig von ihrem sozialen und
wirtschaftlichen Status. Doch seien in Anbetracht der aktuellen
Einsparungstendenzen gerade die Langzeitversorgung und die Behandlung
chronischer Erkrankungen künftig nicht gesichert.

Dies zeige sich nach Meinung der Konferenz bereits daran, dass
aufgrund des ökonomischen Drucks sogar Voraussetzungen für die
Tätigkeit der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe zunehmend
legistisch gelockert würden. Weiters lasse sich feststellen, dass
Aufgaben, die zum Schutz der Patienten den Gesundheitsberufen
vorbehalten sind, vermehrt von nicht ausreichend qualifizierten
Personen praktiziert würden. Die in der Konferenz zusammengefassten
Vertreter der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe warnen in
diesem Zusammenhang vor gesundheitlichen Schäden durch mangelnde
Ausbildung.

In der Definition und Wahrung der Qualität der Aus- und Fortbildung
sieht die Gesundheitsberufe-Konferenz daher ein vorrangiges Ziel. Im
Nachwuchsmangel und der daraus resultierenden Personalkrise wird eine
Herausforderung der Zukunft gesehen. Darüber hinaus gelte es, sich
den Gefahren geplanter Leistungseinschränkungen entgegenzustellen.

Der österreichische Gesundheitsbereich erarbeitet eine jährliche
Wertschöpfung von rund 22 Mrd. Euro und stellt etwa 500.000
Arbeitsplätze zur Verfügung. Durch Steuern und Abgaben kommt es zu
einem Mittelrückfluss von 10 Milliarden Euro an die öffentliche Hand.

Der Österreichischen Gesundheitsberufe-Konferenz gehören folgende
Institutionen und Organisationen der österreichischen
Gesundheitsberufe an: Österreichische Ärztekammer, Österreichischer
Bundesverband der Biomedizinischen AnalytikerInnen, Verband der
DiaetologInnen Österreichs, Verband der OrthoptistInnen Österreichs,
Österreichische Apotheker-Kammer, Verband der
RadiologietechnologInnen Österreichs, Österreichische
Zahnärztekammer, Österreichisches Hebammengremium,
ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe, Berufsverband der
Österreichischen Psychologinnen und Psychologen, Österreichischer
Berufsverband für Psychotherapie, Österreichischer Gesundheits- und
Krankenpflegeverband, Berufsverband Kinderkrankenpflege Österreich,
Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste,
Berufsverband logopädieaustria, Bundesverband der ErgotherapheutInnen
Österreichs, Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs,
dMTF-Verband, Bundesverband österreichischer Gesundheits- und
Krankenpflegeberufe, Österreichischer Bundesverband der Heilmasseure
und Medizinischen Masseure, Österreichische Arbeiterkammer,
Österreichischer Verband der Heilmasseure und med.
Kneipp-Bademeister, Österreichische Gesellschaft für Kardiotechnik,
Österreichische Tierärztekammer, Österreichischer Berufsverband der
MusiktherapeutInnen.
(jg)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/162

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