- 29.01.2010, 12:57:54
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Darabos: "Sportler stärken, Bürokratie abbauen, Dopingmissbrauch bekämpfen."
Weg vom Gießkannenprinzip bei Sportförderungen - Kinder und Jugendliche verstärkt für Sport begeistern
Wien (OTS/SK) - "Sportler stärken, Bürokratie abbauen,
Dopingmissbrauch bekämpfen", fasste Sportminister Norbert Darabos
heute, Freitag, in einer Pressekonferenz unter dem Titel "1 Jahr
Sportminister Norbert Darabos - Rückblick und Ausblick" die Prämisse
seiner Arbeit zusammen. Darabos gratulierte zu Beginn der
Pressekonferenz dem österreichischen Handball-Nationalteam zu seinem
Sieg über Russland im gestrigen EM-Spiel. ****
In einem Rückblick auf die erfolgreichen Projekte des Jahres 2009,
verwies der Sportminister auf die neu ausgearbeiteten
Förderungsprogramme, die gemeinsam mit der Österreichischen
Bundessportorganisation (BSO) und allen Fachverbänden erstellt
wurden. Ziel ist es, im Zuge der von Minister Darabos initiierten
Sport-Förderreform, "weg vom Gießkannen-Prinzip, hin zu einer
modernen, individuellen und effizienten Sportförderung" zu kommen.
Somit soll gewährleistet werden, dass das Sportbudget - mit 113
Millionen Euro das höchste Sportbudget aller Zeiten - sinnvoll
investiert wird und dort ankommt wo es gebraucht wird: bei
Österreichs Sportlern und Sportlerinnen. Durch den neuen Paragraph
11a im Bundes-Sportfördergesetz wurde hierfür ein wichtiger erster
Schritt gesetzt. Auch die Spitzensportförderung wurde unter dem Namen
"Team Rot-Weiss-Rot" weiterentwickelt: Ein Experten-Beirat berät nun
über die Projekte der rund 500 besten Sportler Österreichs. Diese
werden sportwissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Kinder und Jugendliche für Sport begeistern
"Im Bereich des Breitensports haben wir noch einige Hausaufgaben
zu erledigen", verwies Darabos auf eine Studie laut der nur ein
Drittel der Österreicher regelmäßig Sport betreibt. Ein Trend dem es
entgegenzuwirken gilt. Gemeinsam mit den Wiener Gebietskrankenkassen
wurde beispielsweise die Aktion "Bewegt gesund" gestartet, die es
Ärzten ermöglicht im Zuge der Vorsorgeuntersuchung Sport auf
Krankenschein zu verordnen. Eine weitere wichtige Initiative ist die
frühzeitige Begeisterung unserer Kinder für Sport und Bewegung. So
wurden vom Sportministerium für die Initiative "Kinder gesund
bewegen" zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die es
Sportvereinen ermöglicht ihre Angebote in Kindergärten und
Volksschulen zu präsentieren. Weiters wurde mit dem Bundesministerium
für Unterricht, Kunst und Kultur eine Kooperation gestartet um den
Turnunterricht zu verbessern. Ein großer Wurf ist Sportminister
Darabos mit dem Projekt "Sportler für den Sport" gelungen, bei dem er
ehemalige und aktive Spitzensportler zur Unterstützung der heimischen
Sport-Szene gewinnen konnte.
Österreich hat internationale Vorreiterrolle beim Kampf gegen
Doping
Ein weiterer Schwerpunkt des Sportministers ist der Kampf gegen
Dopingmissbrauch. "Durch die neue Anti-Doping-Gesetzgebung ist
Österreich international Vorreiter bei der Bekämpfung von
Doping-Vergehen", betonte Darabos. Die Novelle des
Anti-Doping-Gesetzes bringt zahlreiche Verschärfungen für an
Dopingvergehen Beteiligte. Darabos wies auch auf seine enge
Zusammenarbeit mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) hin, die
für die Jahre 2009 und 2010 jeweils mit zusätzlichen Budgetmitteln in
der Höhe von einer halben Million Euro ausgestattet wurde.
Ausblick für 2010 - Sport-Förderreform vorantreiben
"Wir wollen im Jahr 2010 die Sport-Förderreform vorantreiben.
Dafür brauche ich Partner im Parlament und bei den Dach- und
Fachverbänden. Ich habe das Gefühl, dass wir dabei auf einem guten
Weg sind, ich merke, dass die Parteien im Parlament und die Dach- und
Fachverbände an dieser Förderreform interessiert sind", gab sich
Darabos zuversichtlich. Wichtige Ziele des geplanten neuen
Bundes-Sportförderungsgesetzes sind laut Darabos, "die Vereinfachung
des Gesetzes und die Entflechtung der Fördertöpfe, sowie schlankere
Strukturen und gezielte Schwerpunktsetzung bei Förderungen." Ein
weiterer wichtiger Punkt ist der "Sport Masterplan 2020" der sowohl
einen Spitzensport-Plan als auch eine Sport-Eventstrategie beinhalten
soll.
"Ich hoffe ich habe Ihnen in diesem Jahr beweisen können, dass der
Sport kein Anhängsel des Verteidigungsministeriums ist, sondern ein
eigenständiges Ressort und dass es mir nicht um Events und
Gesichtsbilder geht. Als mein primäres Ziel sehe ich den Sportbereich
strukturell so zu verändern, dass sportliche Erfolge für Österreich
auch in Zukunft möglich sind", so Darabos abschließend. (Schluss) sa
Rückfragehinweis:
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