- 29.01.2010, 12:49:18
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Konflikte lösen statt vor Gericht streiten
"Wege zur Kooperation": Wirtschaftsmediation in 21 Fallbeispielen
Wien (OTS) - "Mediation ist eine tolle Sache und das Buch ist
wichtig, weil es die Möglichkeiten der Mediation an konkreten
Beispielen festmacht." ORF-Journalist Peter Resetarits, von Berufs
wegen mit Konflikten und deren Lösung vor laufender Kamera befasst,
brachte die Sache in einer Podiumsdiskussion zum Thema
Wirtschaftsmediation auf den Punkt. Anlass: Die Präsentation des
Buches "Wege zur Kooperation", Wirtschaftsmediation bei
Wirtschaftstreuhändern in 21 Fallbeispielen, herausgegeben von der
Kammer der Wirtschaftstreuhänder.
Mehr als 160 Mediatoren und an der Mediation Interessierte waren
der Einladung der Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und des
International Council for Businessmediation an Conflict Management
zur Diskussion gefolgt. Der Präsident der Kammer der
Wirtschaftstreuhänder, Mag. Klaus Hübner, selbst Mediator,
unterstrich im Eröffnungsstatement die Notwendigkeit, die Mediation
als Möglichkeit zur außergerichtlichen Konfliktlösung populärer zu
machen. "Die Vorteile gegenüber einem Gerichtsverfahren liegen
einerseits im geringeren Zeit- und Kostenaufwand, andererseits und
das ist oft noch wichtiger, ist die Mediation dazu geeignet,
Beziehungen wieder herzustellen. Das gilt für den privaten Bereich,
wenn es um Konflikte zwischen Ehepartnern und Scheidungen gehe
genauso, wie im Unternehmen, beispielsweise im Zusammenhang mit
Nachfolgerregelungen."
Resetarits dazu: "Ein wirklicher Vorteil der Mediation ist die
Strukturierung des Konflikts durch den neutralen Mediator, dessen
Aufgabe es ist, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn
die Emotionen hoch gehen."
Dr. Christa Zuberbühler, Präsidentin des ICBM: "Im
Wirtschaftsleben wird die Mediation immer wichtiger, weil es immer
mehr Konflikte gibt und weil immer mehr Menschen das Gefühl haben:
Rien ne va plus." Die im Buch beschriebenen Fälle aus der Praxis
zeigen nach Meinung Zuberbühlers deutlich, dass Mediation sehr
erfolgreich eingesetzt werden kann. Dazu Herbert Hutar, Journalist:
"Im Buch wird sehr klar, wie Familienunternehmen ticken und wie sich
Konflikte zwischen Familienmitgliedern lösen lassen. Ohne Gericht."
Durch die Veranstaltung führte Dr. Udo Stalzer,
Wirtschaftstreuhänder und als stellv. Vorsitzender des
Mediationsausschusses der Kammer der Wirtschaftstreuhänder treibende
Kraft hinter dem neuen Buch. Er stellte fest, dass Mediation "zum
gelebten Standard" werden sollte, was in der Praxis aber noch nicht
der Fall sei. Richter Dr. Karl Pramhofer: "Sehr oft geht es auch vor
Gericht nicht um reine Rechtsfragen, aber wenn die Parteien keinen
Vergleich wollen, muss eben der Richter entscheiden."
Rückfragehinweis:
Heinrich Mathis
PR & Marketing Leitung
Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Tel. 01/811 73 245
Email: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2969
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