- 29.01.2010, 10:40:24
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SVA: Vertragsfreie Zeit immer wahrscheinlicher
Wawrowsky: "SVA sträubt sich bei Innovationen" - Ärzte-Honorarmoratorium sparte Versicherung zuletzt 38 Millionen Euro
Wien (OTS) - Erneut keine Bewegung gab es in den jüngsten
Verhandlungen zwischen der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und
Vertretern der SVA zu einem neuen Gesamtvertrag. Während die Ärzte
auf Verbesserungen für die Patienten bestehen, möchte die SVA
ärztliche Leistungen und Honorare für Jahre "einfrieren". Damit wird
es immer wahrscheinlicher, dass es zwischen Ärzten und gewerblicher
Versicherung im Frühjahr keinen Vertrag geben wird. "Die Ärztinnen
und Ärzte werden davon unabhängig ihre Patienten ordnungsgemäß
behandeln und versorgen", teilte der Bundeskurienobmann der
niedergelassenen Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK), Günther Wawrowsky, Freitag in einer Aussendung
mit. Die Patienten müssten dann jedoch ihre Arztrechnung selbst
bezahlen und bekämen nur einen Teil von der SVA refundiert.
"Unser moderates Angebot wurde erneut mit der Forderung nach
Einfrieren der Honorare auf weitere fünf Jahre verknüpft", berichtete
der Kurienchef. Allerdings hatten die Ärzte der SVA schon in den
zurückliegenden vier Jahren durch ein Honorarmoratorium rd. 38
Millionen Euro erspart, während die Modernisierung der
Versorgungsangebote gleichzeitig stagnierte. Und durch die starre
Haltung der Unternehmer-Versicherung würden den Versicherten
Errungenschaften wie etwa Gruppenpraxen auch weiterhin verwehrt
bleiben, kritisierte Wawrowsky.
Der Kurienchef: "Wir sind bereit, über die nächsten fünf Jahre zu
reden - aber nicht auf Basis eines einseitigen Junktims. Erst muss
der Vertrag für dieses Jahr stehen. Wir erwarten, dass die SVA ihren
Patienten eine Perspektive bietet und sich wieder konstruktiv in die
Vertragspartnerschaft einbringt."
Nach wie vor sind die niedergelassenen Ärzte bereit, einen Teil der
Kosten für neue Versorgungsmöglichkeiten durch Umschichtungen selbst
zu tragen. "Mit dem neuen Vertrag könnten auch SVA-Patienten die
Annehmlichkeiten der Gruppenpraxen nützen", erläuterte Wawrowsky.
Die bereits angerufene Bundesschiedskommission wird Mitte Februar
tagen. Sie könnte den Vertrag mit der SVA ab ihrer Sitzung um bis zu
drei Monate verlängern. "Bleibt die SVA aber weiter unflexibel, wird
es danach keinen Vertrag mehr geben", erklärte Wawrowsky. "Die SVA
wird ihren Patienten erklären müssen, warum sie zeitgemäße
Versorgungsleistungen blockiert - und diese Perspektive sogar noch
weitere fünf Jahre lang angestrebt hat."(bm)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/162
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