- 29.01.2010, 10:06:49
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Stabilisierung der Kreditvergabepolitik der österreichischen Banken
Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft im Jänner 2010
Wien (OTS) - Die Stabilisierung der Kreditvergabepolitik der
österreichischen Banken, die bereits im dritten Quartal 2009
eingesetzt hatte, hielt im vierten Quartal 2009 an. Das zeigen die
Ergebnisse der Umfrage über das Kreditgeschäft im Jänner 2010, in der
die Kreditmanager führender Banken ihre Einschätzung der
Kreditentwicklung im vierten Quartal 2009 sowie einen Ausblick auf
das erste Quartal 2010 gegeben haben.
Die Refinanzierungsbedingungen der österreichischen Banken auf den
Geld- und Kapitalmärkten, die zwei Jahre lang durch die Finanzkrise
beeinträchtigt waren, verbesserten sich im vierten Quartal 2009. Zu
dieser Entspannung trugen, gemäß Aussagen der befragten
Kreditmanager, die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen
(Rekapitalisierungen sowie Staatsgarantien für
Bankschuldverschreibungen) bei.
Im Firmenkundengeschäft haben die österreichischen Banken ihre
Kreditrichtlinien im vierten Quartal 2009 zum zweiten Mal in Folge
unverändert gelassen. Auch im laufenden Quartal dürften die
Kreditrichtlinien nach Erwartung der befragten Banken stabil bleiben.
(Kreditrichtlinien sind die internen Kriterien - sowohl die
schriftlich festgelegten als auch die ungeschriebenen -, die
bestimmen, welche Art von Krediten eine Bank als wünschenswert
erachtet.). Die Zinsspannen - für Kredite an Unternehmen mit
durchschnittlicher Bonität ebenso wie für risikoreichere Kredite -
wurden erstmals seit 2007 wieder leicht gelockert.
Im Privatkundengeschäft gab es im vierten Quartal 2009 keine Änderung
in der Kreditpolitik. Die Banken ließen für Wohnbaufinanzierungen und
für Konsumkredite sowohl ihre Kreditrichtlinien als auch die
Kreditbedingungen unverändert. Auch für das erste Quartal 2010
erwarten die Banken unveränderte Vergabekriterien für Kredite an
private Haushalte.
Die aktuell zu verzeichnende Stabilisierung der Kreditpolitik könnte
über einen längeren Zeitraum anhalten, wie eine Zusatzfrage der
diesmaligen Befragungsrunde ergab. Darin wurden die Banken um ihre
Einschätzung der Kreditrichtlinien in den nächsten zwölf Monaten
gebeten, um eine längerfristigere Perspektive auf die
Kreditvergabepolitik der Banken zu gewinnen. Die Antworten zeigten,
dass die Banken für das laufende Jahr von keiner Änderung der
Kreditrichtlinien ausgehen - mit Ausnahme der Finanzierungen von KMU,
wo eine (allerdings sehr geringfügige) Straffung der Standards
erwartet wird.
Die Zentralbanken des Euroraums - in Österreich die OeNB - führen
gemeinsam mit der EZB seit Anfang 2003 viermal jährlich eine Umfrage
über das Kreditgeschäft im Euroraum durch, um ihren Informationsstand
über die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen und Haushalte zu
verbessern. Dabei werden rund 120 führende Banken aus allen Ländern
des Euroraums befragt, darunter fünf Institute aus Österreich.
Eine ausführlichere Darstellung der österreichischen Ergebnisse wird
in Statistiken - Daten & Analysen Q1/2010 veröffentlicht. Die EZB
wird die Resultate für den Euroraum in ihrem Monatsbericht Februar
2010 publizieren.
Herausgeber:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-1 404 20/6666
http://www.oenb.at
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank Mag. Oliver Huber Tel.: +43-1 404 20/6622 mailto:[email protected] www.oenb.at Mobil: +43 664 122 13 76
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156
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