- 28.01.2010, 12:55:41
- /
- OTS0201 OTW0201
Land zieht sich aus Projekt Wörtherseebühne zurück
LH Dörfler: Sehen Sparen als Auftrag - LR Dobernig: Keine Kulturbudgetaufstockung oder Mittelumschichtung zugunsten der Seebühne
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Wörtherseebühne Klagenfurt wird nicht
mehr vom Land Kärnten gefördert bespielt. Das haben heute,
Donnerstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Kulturlandesrat
Harald Dobernig in einer Pressekonferenz mitgeteilt und mit einem
Stop-Schild zusätzlich unterstrichen. "Wir wollten kein
Kompromissunterhaltungsprogramm und eine qualitativ hochwertige
Bespielung wäre nicht leistbar gewesen", begründete Dörfler. Laut
Dobernig hätte das Land in den nächsten fünf Jahren sieben Mio. Euro
aufwenden müssen. Zugunsten der Bühne eine Aufstockung des
Kulturbudgets oder Umschichtungen der Mittel vorzunehmen, komme nicht
in Frage, so Dobernig auch als Finanzlandesrat. Keine
Kulturorganisation und kein Volkskulturverein sollten wegen der
Seebühne Kürzungen ihrer Fördermittel hinnehmen müssen.
"Die Zahlen, Fakten und Daten zeigen, dass jetzt das Stop-Schild
das einzig Sinnvolle ist", betonte der Landeshauptmann. Sparen werde
von der Landespolitik nämlich nicht nur als Phrase, sondern als
Auftrag verstanden. Aus Verhandlungen mit möglichen Betreibern ist
laut Dörfler ursprünglich die Wolfgang Werner Productions von den
Opernfestspielen im Römersteinbruch St. Margarethen als Favorit
hervorgegangen. Bei deren Konzept wären 1,2 Mio. Euro pro Jahr an
Landesförderung benötigt worden. Für eine Bespielung durch das
Stadttheater Klagenfurt hätte das Land jährlich zwei Mio. Euro
aufwenden müssen. Dazu wäre noch eine Mio. Euro für die Aufstockung
der Bühne von 2.000 auf 3.000 Sitzplätze gekommen.
Dörfler wiederholte in diesem Zusammenhang auch seine Forderung
nach Einsparungen bei den Events. Vor allem bei Beachvolleyball und
Starnacht frage er sich, ob sie in dieser Größe noch machbar seien.
"Außer Streit" stehen für ihn aber das Harley Davidson-Treffen sowie
die Winter- und Sommer-Musi.
Kulturlandesrat Dobernig konkretisierte, dass die
Wörtherseefestspiele GmbH 2010 stillgelegt werde. Die erhaltenen
Bundesförderungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro seien abgerechnet. Der
Ausstieg des Landes sei mit dem Vertragspartner Kärntner Messen
akkordiert. Diese werden laut Dobernig die Seebühne weiter
bewirtschaften und vermieten. Es gebe auch bereits mehrere Anfragen
und Zusagen von Veranstaltern. "Es ist also in Zukunft ein buntes
Programm auf der Seebühne zu erwarten", so der Kulturlandesrat.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/13
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






