- 28.01.2010, 11:44:12
- /
- OTS0143 OTW0143
Frischer Wind für die Baukultur
Neue Sprecher der Plattform für Architekturpolitik und Baukultur
Wien (OTS) - Mit 1. Jänner 2010 hat die Plattform für
Architekturpolitik und Baukultur zwei neue Sprecher: Jakob Dunkl und
Bernhard Steger werden in Zukunft das Anliegen, Architektur und
Baukultur in Österreich verstärkt politisch zu verankern, vertreten.
Die Plattform für Architekturpolitik und Baukultur ist ein
unabhängiger, politischer Zusammenschluss aller architekturrelevanter
Institutionen (Berufsvertretungen, Architekturvermittlung, Lehre und
Forschung) mit dem Ziel, Baukultur in der Politik als
gesamtheitliches und ressortübergreifendes Anliegen zu etablieren.
Mit der parlamentarischen Enquete zu Architekturpolitik und Baukultur
in Österreich (2004), dem ersten Baukulturreport (2006), dem Treffen
des europäischen Forums für Architekturpolitik in Wien (2006) und der
Einrichtung des Beirates für Baukultur im Bundeskanzleramt (2009)
wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht.
"Ziele der kommenden Jahre sind eine Stärkung der
Bauherrenverantwortung im Bereich der öffentlichen Hand vom
kommunalen Hochbau bis hin zu den ausgelagerten Gesellschaften; hier
hat insbesondere die Genese des Projektes des
Asylerstaufnahmezentrums in Eberau noch großen Bedarf aufgezeigt. Ein
weiterer wesentlicher Bereich öffentlicher Bautätigkeit ist der
Schulbau. Hier gilt es nach Jahren der abwicklungstechnischen
Optimierungen (Stichwort PPP-Modelle) wieder das Primat der
pädagogischen Zielsetzungen einzufordern", so Bernhard Steger. Denn
die Qualität der Ausbildung ist auch eine baukulturelle Frage, so wie
Baukultur auch eine Aufgabe der Ausbildung werden soll. Nicht zuletzt
gilt es auch das Potential des Bauens für zukunftsfähige
Entwicklungen im sozialen, im ökologischen und ökonomischen Bereich
zu erkennen. Neben einer Weiterführung bestehender Förderinstrumente
(energetische Sanierungen) ist hier insbesondere eine verstärkte
Grundlagenforschung und ein Nachdenken über verbesserte
Planungsprozesse in der Raumplanung zu fordern. "Ein erster Schritt
wäre die Aufwertung des Beirates für Baukultur im Bundeskanzleramt
durch eine fachliche Koordinierungsstelle, um durchgehende
Qualitätsstandards zu sichern und teure Doppelgleisigkeiten zu
vermeiden", meint Jakob Dunkl.
Es gilt zu vermitteln, dass Baukultur keine Frage des Geldes
sondern eine Frage des bewussten Umgangs damit und somit eine Frage
des Qualitätsanspruchs ist. Hier sind auch die Medien und
insbesondere der ORF gefordert. "Wir sind überzeugt, dass Beispiele
gelebter Baukultur breites Interesse finden. Denn wenn Baukultur
konkret wird, betrifft es unsere unmittelbaren Lebensrealitäten. Und
das nicht nur heute: denn unser heutiges Bauen ist das kulturelle
Erbe von Morgen".
Arch. DI Jakob Dunkl, Partner bei querkraft architekten, Sprecher
der ig-architektur 2002-2004, Lehrtätigkeit in Wien und den USA; seit
2004 Mitglied im erweiterten Vorstand der Plattform für
Architekturpolitik und Baukultur, Mitautor des Baukulturreports 2006;
Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA)
Kontakt: [email protected],
mobil: +43-699-100 888 81
DI Dr. techn. Bernhard Steger, Partner bei mohr steger architektur
und Assistent an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU
Wien, wissenschaftliche Forschungen zur neueren österreichischen
Architekturgeschichte, regelmäßige publizistische Tätigkeit für
Fachmedien.
Rückfragehinweis:
Plattform für Architekturpolitik und Baukultur
[email protected], mobil +43-650-612 81 43
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4382
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






