OTS0312   27. Jan. 2010, 18:01

Universität für Bodenkultur Wien: ÖH und Rektorat einigen sich auf Verwendung der Sparstrumpfmillionen von Ex-Minister Hahn


Von der ministeriellen Notfallreserve gehen 1,49 Mio.
Euro an die Universität für Bodenkultur. In einem offenen Prozess
suchte die ÖH BOKU gemeinsam mit der aus den Studierendenprotesten
entstandenen Arbeitsgruppe BOKU die brennendsten Probleme an der
Universität. Außerdem wurde in einer HörerInnenversammlung Ideen für
die Verwendung der Mittel gesammelt. In den im Anschluss
stattfindenden Treffen mit dem Rektorat wurde sehr früh das
Einvernehmen gesucht und ein gemeinsamer Antrag erstellt.

Einerseits sind die Mittel viel zu gering, um die seit Jahren sich
immer weiter zuspitzende Raumnot zu beheben. Andererseits dürfen aus
den zu setzenden Maßnahmen keine Folgekosten erwachsen. Dadurch
können die bestehenden Probleme nicht gelöst, sondern bestenfalls
kurzzeitig gelindert werden. Trotzdem werden die Studierenden einige
Verbesserungen direkt zu spüren bekommen:

Der Fokus wurde auf die Bereiche Personal, Ausstattung und
Infrastruktur und die Lehrentwicklung gelegt. Beispielsweise sollen
durch den vermehrten Einsatz von studentischen MitarbeiterInnen in
den nächsten zweieinhalb Jahre Engpässe in der Lehre vermindert
werden. "Durch diese Maßnahme wird sowohl das Betreuungsverhältnis
gehoben als auch vielen Studierenden die Möglichkeit geboten, aktiv
an Forschung und Lehre teilzuhaben", freut sich Paul Himmelbauer,
Vorsitzender der ÖH BOKU.

Auch die Verbesserung der bisher inakzeptablen Ausstattung der
Hörsälen, der veralteten Technik in den Computerräumen und die
Aufstockung der raren Sitzgelegenheiten im öffentlichen Bereich der
Universität sind Bestandteil des Antrags. "Es muss endlich an der
ganzen Universität W-Lan geben.", fordert Alfons Felice, zweiter
stellvertretender Vorsitzender der ÖH BOKU

Zahlreiche Maßnahmen sind im Bereich "Lehrentwicklung" geplant.
Neben einem Projekt zur Lehrevaluierung, dem Ausbau von Ethik und
Didaktik Bereichen und der Aufstockung der Bibliothekressourcen, ist
die Erweiterung der Exkursionsmittel ein zentraler Punkt des Pakets.
Diese kommen direkt den Studierenden zugute.

"Das Fehlen von Räumlichkeiten für ein Minimum an geordnetem
Lehrbetrieb, die permanente überkapazitäre Auslastung der bestehenden
Hörsäle und Seminarräume sowie die zwingende Notwendigkeit der
externen Anmietung zur Durchführung von Pflichtlehrveranstaltungen
stellt ein großes Problem an der BOKU dar. und kann durch ein
Studierendenzentrum an der Türkenschanze behoben werden.", zitiert
Florian Kritsch, erster stellvertretender Vorsitzender der ÖH BOKU,
den ans Ministerium versandten Antrag und weist damit ein weiteres
Mal darauf hin, dass die Universität für Bodenkultur aus allen Nähten
platzt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0312 2010-01-27 18:01 271801 Jän 10 HBK0001 0389



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Rückfragehinweis: Paul Himmelbauer,
Vorsitzender der ÖH BOKU
Tel.: +43 (0) 676 940 2 490
Paul.Himmelbauer@oehboku.at
http://www.oehboku.at

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