• 27.01.2010, 12:50:43
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Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz-Birkenau vor 65 Jahren

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des
Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 65 Jahren durch Truppen
der Roten Armee, erinnert der Bund Sozialdemokratischer
Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus in einer Veranstaltung
daran, dass der Massenmord an Millionen Jüdinnen und Juden, dieses
größte Verbrechen in der jüngsten Geschichte, heute noch immer
relativiert oder mit anderen politischen Verbrechen der Gegenwart
verglichen sowie zum Teil noch immer geleugnet wird. ****

Obwohl der Mord an den europäischen Juden durch viele
Gerichtsurteile und durch die Aussagen von überlebenden Opfern sowie
durch die Geständnisse der für die Mordaktionen Verantwortlichen
bestätigt wurde, knüpfen Neonazis und andere Rechtsextremisten immer
wieder Netze der Verleumdung und der antisemitischen Hetze.

Die Leugnung der NS-Massenvernichtungsaktionen wird schon seit
einiger Zeit durch gesetzliche Bestimmungen in Deutschland und
Österreich gesetzlich geahndet. Mit Recht, da gerade in diesen
Ländern der Antisemitismus die Basis für die späteren Verbrechen
geworden ist.

Nunmehr gibt es auch neue Formen des Antisemitismus, die sich mit
dem Mantel des Antizionismus tarnen. So sind die Aussprüche des
iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, dass es den Massenmord
an den Juden nicht gegeben hätte, ein Ansatzpunkt für eine neuerliche
antisemitische Hetze. Denn aus der Geschichte wissen wir, dass mit
dem "Krieg der Worte" von Georg Ritter von Schönerer über Hitlers
"Mein Kampf" bis zur Hetzzeitschrift "Der Stürmer" der Weg
schließlich in den Massenvernichtungslagern endete.

Die Aufgabe der antifaschistischen Opferverbände ist es mit darauf
zu achten, dass zumindest im Umsetzungsbereich Österreich sowie in
der Europäischen Union nicht wieder ein Antisemitismus entsteht, der
zu einer neuen Hetze und letzten Endes zur Gewalt, z.B. in der
Ausländerfrage, ausufern könnte.

Gerades deshalb muss die Jugend gegen eine solche neuerliche
Entwicklung immunisiert werden. Dabei wird der Hinweis auf den
Terror, die Gewalt und den Mord in den Konzentrationslagern nur ein
Teil der Aufklärung sein können. Es gilt vor allem auch die
gesellschaftlichen Ursachen und Zusammenhänge, die zur
Machtergreifung der Nazis und letzten Endes zu ihren Verbrechen
geführt haben, entsprechend zu berücksichtigen. Bei der
Aufklärungsarbeit sind die demokratischen Jugendorganisationen
wichtige Verbündete und Ansprechpartner der Opferverbände.

Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer begrüßt es, dass
nunmehr die Arbeiten für die Neugestaltung der Österreich-Ausstellung
im Museumsbereich Auschwitz-Birkenau mit der finanziellen
Unterstützung der Bundesregierung von wissenschaftlichen
Institutionen in Angriff genommen wurden. Diese Ausstellung soll vor
allem die historische Wahrheit vermitteln und auch Ausgangspunkt für
Gegenwarts- und Zukunftsdiskussionen unter jungen Menschen sein.
(Schluss) mo

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195

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