• 26.01.2010, 16:05:00
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"KURIER"-Kommentar von Patricia Haller: "Teure Privilegien"

Wenn die Hacklerregelung nicht mit Bedacht repariert wird, zahlen alle drauf.

Wien (OTS) - Bis zum Sommer soll die Hacklerregelung reformiert
sein. Im Regierungsprogramm steht, dass sie Ende 2013 ausläuft und
"durch eine leistbare Regelung" ersetzt wird. Diese Art der
Frühpension ist teuer. Im Vergleich zur Durchschnittspension von 1250
Euro monatlich ist die Hackler-Pension um 700 Euro höher. Zwei
Drittel derer, die sie in Anspruch nehmen, sind männliche
Angestellte. Die Kosten dafür wurden stark unterschätzt.
Deshalb wollen ÖVP und ihr nahe Verbände jetzt ein rasches Ende
vor 2013. Die SPÖ hält am Regierungsabkommen fest.
Arbeitnehmerorganisationen sind - auch aus arbeitsmarktpolitischen
Gründen - gegen das sofortige Auslaufen. Wer nicht in Pension gehen
kann, wird unter Umständen arbeitslos. Außerdem wird durch den
Austritt älterer Semester vielleicht der eine oder andere
Arbeitsplatz für einen Jungen frei.
Seit Ende der 1990er-Jahre gab es vier große Pensionsreformen und
Korrekturen mit bedeutenden Konsequenzen - eine davon war die
Verlängerung der Hacklerregelung. Das System ist undurchschaubar
geworden. Ungerechtigkeiten mit hohen Folgekosten für die
Allgemeinheit - und das ist die Hacklerregelung - gehören möglichst
simpel, aber mit Bedacht korrigiert. Sonst zahlen am Ende bei der
Budgetkonsolidierung alle drauf.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
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