• 25.01.2010, 11:58:31
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Grüne Wien: Alternativlösungen für Stephansplatz-Projekt sind möglich!

Gretner, Fussenegger: Domshop und Liftbau am Stephansplatz sollen nun doch kommen

Wien (OTS) - Das von Kardinal Schönborn gestoppte Großprojekt
mitten auf dem Wiener Stephansplatz soll dem Vernehmen nach nun doch
fortgeführt werden. Im Rahmen der geplanten Verlegung der Dombauhütte
unter den Stephansplatz soll ein monströses Aufzugsbauwerk zwischen
Dom und Erzbischöflichem Palais entstehen - mit 8 x 8 Metern
Grundfläche und 5 Metern Höhe groß genug, um einen ganzen LKW samt
Steinblöcken in den Untergrund zu befördern. "Durch diese 320
Kubikmeter Baumasse mitten am Platz würde nicht nur öffentlicher Raum
für immer verbaut, sondern auch die Sichtachse auf den Dom zerstört
und das Stadtbild nachhaltig beschädigt werden", kritisiert der
Klubobmann der Grünen Innere Stadt, Rainer Fussenegger, das Projekt.

"Ein Lastenaufzug für die Steinblöcke könnte durchaus auch ohne
oberirdischem Bauwerk geplant werden", meint Fussenegger -
"schließlich würde ein Senkbühnenaufzug, der oberirdisch gar nicht
auffällt, die selbe Funktion erfüllen." Laut Experten kann die
Senkplattform eines Lastenaufzuges so ausgestaltet werden, dass sie
sich an der Oberfläche nahezu unmerkbar in die bestehende
Bodengestaltung einfügt. Sämtliche technischen Elemente dieser
Senkbühne könnten unterirdisch errichtet werden und die Bodenfläche
bliebe der Öffentlichkeit erhalten. "Damit könnten die negativen
Auswirkungen auf das Stadtbild am Stephansplatz vermieden werden.
Neben den Fiakern, die um ihre Standplätze fürchten, würden auch die
Geschäftslokale im Erzbischöflichen Palais nicht um ihre Sichtbarkeit
hinter einem Steinkubus besorgt sein müssen", ergänzt die
Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner.

Der Verein "Unser Stephansdom" unter Raiffeisen-General Konrad und
Bürgermeister Häupl hatte Ende vergangenen jahres versucht, seine
Pläne ohne öffentliche Diskussion durchzupeitschen. "Die Grünen
setzen sich nach wie vor für einen Architekturwettbewerb ein, in
dessen Rahmen die besten Pläne von ExpertInnen ermittelt werden. Die
öffentliche Diskussion konnten die Grünen jedenfalls in Gang bringen
und nun sind gute Ideen gefragt", so Fussenegger und Gretner.

Bezirksvorsteherin Stenzel hat bisher sämtliche Einwände der Grünen
Opposition im Bezirk vom Tisch gewischt. "Konstruktive Grüne Ideen
werden wir dennoch immer wieder einbringen, denn hier geht es in
erster Linie um eine positive Entwicklung für den 1. Bezirk. Die
Grünen sind die Einzigen, die keine anderen Interessen
berücksichtigen müssen", so Fussenegger abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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