- 22.01.2010, 11:37:23
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Netzwerke im Dialog für lebendige Schule der Zukunft
LR Stemer lobte die zahlreichen Modellbeispiele in Vorarlberg
Bregenz (OTS/VLK) - Der Ruf nach einer kontinuierlichen
Weiterentwicklung von Schule stand im Zentrum der Veranstaltung
"Netzwerke im Dialog", zu der Unterrichtsministerin Claudia Schmied
und Schullandesrat Siegi Stemer gestern, Donnerstag, im Festspielhaus
in Bregenz rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßten -
Direktorinnen und Direktoren, Lehrpersonen sowie Vertreterinnen und
Vertreter von Schulbehörden und Elternvereinen. Die Ministerin lud im
Rahmen ihrer Bundesländer-Tour die Anwesenden zur Diskussion über ihr
Konzept der "neuen Schule" ein. Auch Landesrat Stemer betonte den
Wert des Dialogs: "Die enge Vernetzung aller Kräfte ist das Um und
Auf im Streben nach einer lebendigen Schule für die Zukunft und einer
Schule für die Leute."
Wesentlicher Programmpunkt war die Präsentation innovativer
Praxisbeispiele aus der Vorarlberger Schullandschaft. Diese zeigten
eindrücklich, dass in Vorarlberg bereits äußerst engagiert und
zielorientiert gearbeitet wird. "Bildungspolitische Schwerpunkte wie
frühe Sprachförderung, veränderte Pädagogik, Tagesbetreuung,
Lernförderung, optimale Schulübergänge oder die Vorarlberger
Mittelschule sind Ausdruck dafür, dass wir den richtigen Weg
eingeschlagen haben - aber auch, dass es diesen Weg konsequent
weiterzugehen gilt", sagte Stemer.
- Bedarfsgerechter Unterricht am Poly Bludenz, der den ganz
unterschiedlichen Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird.
- Ganztägige Unterrichtsvernetzung an der Mittelschule Höchst, die
den Kindern Abwechslung im Schulalltag ermöglicht.
- "Direkte Leistungsvorlage" an der Volksschule Altach, wo
Lernfortschritte nicht mehr in Noten, sondern in Portfolios
festgehalten werden.
- Orientierungsarbeiten und Kompetenzraster an den Vorarlberger
Mittelschulen, die Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen
zeigen, wo sie stehen.
- Chancen-Pool für Schulabgänger und Job-Coaching: Jugendliche werden
auf ihrem Weg in die Arbeitswelt professionell unterstützt und
motiviert.
- Regionales Bildungsmanagement Vorarlberg: alle 13 Vorarlberger
Gymnasien arbeiten gemeinsam daran, für die Zukunft der AHS eine
Vision zu entwickeln.
- Qualitätsmanagement an Vorarlberger Berufsschulen: alle
Qualitätsaktivitäten werden in ein System gebündelt.
- Inklusives Schulmodell in Hohenems: Volksschule und
Sonderpädagogisches Zentrum werden in einem Gebäude mit integrativem
Konzept zusammengeführt.
- Schuleingangsphase NEU "0, 1, 2 - neue Wege in die Schule":
Übergang vom Kindergarten zur Schule wird durch verstärkte
Kooperation neu gestaltet. Sprachentwicklung und Zahlenwissen werden
individuell gefördert.
Ministerin Schmied und Landesrat Stemer zeigten sich begeistert
vom großen Spektrum an frischen Impulsen. All diese Modelle seien ein
lebendiger Beweis für die pädagogische Aufbruchstimmung in unserem
Land. Das wäre ohne die Einsatzbereitschaft der Lehrerinnen und
Lehrer nicht zu realisieren, die durch ihr tägliches Engagement und
ihren kreativen Mut mehr Lern- und Lebensfreude in die Schulen
bringen.
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