• 21.01.2010, 13:01:20
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ÖH Salzburg fordert ein faires Praktikumsgesetz

Statt zynische "Superpraktikanten"-Wettbewerbe zu betreiben sollte die ÖVP Maßnahmen gegen die Ausbeutung von PraktikantInnen setzen.

Wien (OTS) - Während heute die von ÖVP-Chef Josef Pröll initiierte

Superpraktikanten-Show ins Finale geht, weist die Österreichischen
HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH) auf die triste Situation
zahlloser PraktikantInnen hin. "Die Aktion Superpraktikant ist
bezeichnend für die Politik der ÖVP gegenüber Österreichs
Studierenden", ärgert sich ÖH-Salzburg Vorsitzende Tatjana Markl
(GRAS), "Anstatt die Probleme der Generation Praktikum zu lösen
veranstaltet die ÖVP zynische Wettbewerbe, die an der Realität der
PraktikantInnen vollkommen vorbeigehen."

"Die Zahl der PraktikantInnen hat infolge der Verankerung von
Pflichtpraktika in den Studienplänen der Universitäten und
Fachhochschulen rasant zugenommen", analysiert Elisabeth Piller vom
ÖH-Vorsitzteam (GRAS), "Darüber hinaus missbrauchen viele
ArbeitgeberInnen dieses Arbeitsverhältnis und bieten 'Scheinpraktika'
ohne Bezahlung und Versicherungsschutz an."

"Es braucht dringend ein österreichweites
PraktikantInnenausbildungsgesetz mit eindeutigen Regelungen, welche
Mindeststandards ein Praktikum zu erfüllen hat", fordert Svjetlana
Vulin (VSSTÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg. "Diese
Qualitätsmerkmale betreffen vor allem einen Mindestlohn von 800 Euro
und die umfassende Versicherung der PraktikantInnen. Außerdem muss
der Ausbildungswert des Praktikums klar im Vordergrund stehen."

Rückfragehinweis:
ÖH Salzburg
Referent für Bildungspolitik
Kay-Michael Dankl
0650/3078660

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/7043

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