• 20.01.2010, 11:20:18
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Schultes zu Agrarversicherungen: Bauern bei Risikomanagement helfen

Durch Klimaveränderungen gefährdete Ertragsstabilität sichern

St. Pölten (OTS) - "Klima und Märkte sind in den vergangenen
Jahren immer unsicherer und risikoreicher geworden. Die
Landwirtschaft ist davon unverschuldet in besonderem Ausmaß
betroffen. Um diesen unkalkulierbaren Risiken zu entgegnen sind
Versicherungsmodelle zu entwickeln, die den Bauern helfen sollen, das
wirtschaftliche Risiko zu begrenzen", stellte heute Niederösterreichs
LK-Präsident Hermann Schultes fest. Es sei daher besonders zu
begrüßen, dass die Hagelversicherung morgen ein internationales
Agrarversicherungs-Symposium abhält, "wo wir uns Fortschritte in
diese Richtung erwarten", so Schultes.

"Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass hohe Preise rasch und
unmittelbar verfallen können. Gleichzeitig verursachen Wetterextreme
als Folge des Klimawandels massive Schäden an der Ernte.
Landwirtschaft ist heute größeren Risiken denn je ausgesetzt.
Gleichzeitig gibt es kaum eine Chance, Reserven anzulegen, um
kritische Situationen auszuhalten. Eine Überlebensfrage der nächsten
Jahre wird sein, ob es gelingt, die extremen Risiken solidarisch auf
vielen Schultern zu verteilen", unterstrich der LK-Präsident.

Die Landwirtschaftskammer NÖ fordere daher, dass die Möglichkeiten
zur Versicherung von Wetterextremen ausgebaut werden. Neue Maßnahmen
zur Sicherung eines kostendeckenden Mindestpreises seien zu
entwickeln. Die Beiträge der Versicherungsnehmer seien durch
öffentliche Zuschüsse zu erhöhen, um das System finanzierbar zu
machen.

"Zum risikobewussten Wirtschaften des Einzelnen kommt heute schon
die privatwirtschaftliche Absicherung durch die Hagelversicherung,
die auch gut funktioniert. Was wir brauchen ist ein Schutzschirm für
privatwirtschaftlich nicht mehr versicherbare Risiken. Ähnlich wie
die Banken zusätzlich zum eigenen System der Einlagensicherung in
einer kritischen Situation mit der Hilfe des Staates rechnen durften,
ist dies noch viel mehr für die Sicherstellung der wirklichen
Lebensgrundlagen durch die Landwirtschaft zu verlangen. Die
notwendigen Vorarbeiten für derartige Modelle müssen rasch
konkretisiert werden", forderte Schultes.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Wisek,
Pressesprecher Landwirtschaftskammer Niederösterreich
02742/259-9305, 0664/60 25 92 9305,
[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/5067

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