- 20.01.2010, 10:58:24
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Worum geht es wirklich? Provisionen sind längst kein Thema mehr!
Wien (OTS) - Wiens Hörakustiker pflegen eine einwandfreie
Geschäftskultur, in der Korruption oder Korruptionsnähe nie
unterstellt werden konnte und kann, betont Anton Koller,
Landesinnungsmeister der Augenoptiker und Hörakustiker in Wien
eindeutig. Er verwehrt sich gegen den, im Rahmen eines Ö1
Mittagsjournals am 19.12.2009 geäußerten Vorwurf der
Sozialversicherungen, "dass Hals-Nasen-Ohrenärzte illegale
Provisionen von Hörgerätehändlern kassiert hätten". Damit werden die
Standesvertretungen und Mitglieder zweier Berufsgruppen in einen
gemeinsamen Topf geworfen und (be-) rufschädigend kategorisiert. Die
Gefahr der Verunsicherung und des Schadens für die Konsumenten ist
groß.
Zwischen der Bundesinnung der Hörakustiker und dem
stellvertretenden Generaldirektor und Hauptverhandler des
Hauptverbandes der Sozialversicherungen, Herrn Dr. Josef Probst,
wurde ursprünglich ein Abschlag von Euro 50,00 vereinbart. Bei den
Verhandlungen unberücksichtigt blieb die Tatsache, dass die
Tarifversorgung für die Hörakustiker ohnehin lange nicht mehr
kostendeckend ist. Die vereinbarte Abschlagszahlung war keineswegs
als Kompensation versteckter Provisionen angedacht, sondern als
SOLIDARBEITRAG DER BERUFSGRUPPE HÖRAKUSTIKER, um die Geldnöte der
Sozialversicherungen zu lindern. Die zusätzlich geforderten
unrealistischen Technologieverbesserungen bei der Standardversorgung
jedoch sprengten den Rahmen der ökonomischen Möglichkeiten. Es
konnte keine sinnvolle Einigung erzielt werden. Somit kommt natürlich
auch der Solidarbeitrag nicht mehr zur Anwendung. Der, SEITENS DER
SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER am 23.12.2009 gekündigte Vertrag, könnte
den Schluss zulassen, das Scheitern der Verhandlungen (vorsätzlich)
herbeigeführt zu haben. Die Leidtragenden sind die, auf ein Hörgerät
angewiesenen, Versicherten.
Für uns, hebt Landesinnungsmeister Koller hervor, sind nur jene
Lösungen sinnvoll, die auch einen Vorteil für die Versicherten
berücksichtigen. Aus Sicht der Landesinnung Wien der Augenoptiker und
Hörakustiker scheint es nicht möglich mit dem vom Hauptverband der
Sozialversicherungsträger beauftragten Verhandlungsführer, Herrn Dr.
Josef Probst, diesbezüglich zielführende Verhandlungsergebnisse zu
erzielen. Mit der Kündigung des Vertrages führt sich auch das
getätigte Ö1 Interview vom 19.12.2009 ad absurdum.
Rückfragehinweis:
Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Landesinnung Wien der Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1362
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