- 19.01.2010, 12:45:38
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Fekter: Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für erfolgreiche Integration
Innenministerin erfreut über Ministerratsbeschluss zu Nationalem Aktionsplan für Integration
Wien (OTS) - Innenministerin Dr. Maria Fekter zeigte sich
anlässlich der heutigen Beschlussfassung des Ministerrates zum
Nationalen Aktionsplan für Integration hoch zufrieden und erfreut.
"Mit dem Nationalen Aktionsplan für Integration haben wir erstmals
alle integrationspolitischen Maßnahmen von Ländern, Gemeinden,
Städten, Sozialpartnern und dem Bund erfolgreich gebündelt. Gerade
weil Integration eine Querschnittsmaterie ist, können die
entsprechenden Rahmenbedingungen nur in Zusammenarbeit mit allen
betroffenen Verantwortungsträgern geschaffen werden", hielt die
Ministerin fest.
Entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache als künftige
Vorraussetzung für dauerhafte Zuwanderung sind ein Kernelement im
Nationalen Aktionsplan. "In Hinblick auf die Bedeutung deutscher
Sprachkenntnisse für eine erfolgreiche Integration haben wir uns
darauf verständigt, dass Personen, die neu nach Österreich zuwandern
und sich hier dauerhaft niederlassen wollen, ein entsprechendes
Sprachniveau bereits vor ihrem Zuzug erreichen müssen", so Fekter.
Verlangt wird in Zukunft das das A1-Niveau des Gemeinsamen
Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. "Gute Deutschkenntnisse
sind der Schlüssel für eine Teilhabe in der Gesellschaft und damit
für erfolgreiche Integration." In Europa haben neben Österreich
bereits Deutschland, Frankreich, Dänemark und die Niederland ähnliche
entsprechende Bestimmungen.
Der Aktionsplan ist das Ergebnis eines umfassenden Arbeitsprozesses,
an dem neben den betroffenen Bundesministerien alle Bundesländer, der
Städte- und Gemeindebund, die Sozialpartner, die
Industriellenvereinigung sowie Organisationen der Zivilgesellschaft
beteiligt waren. Parallel dazu wurden einzelne Handlungsfelder sowohl
mit rund 150 nationalen und internationalen Expert/innen als auch mit
Migrant/innenorganisationen und Bürger/innen diskutiert.
Mit dem nun verabschiedeten NAP für Integration soll die
österreichweite Zusammenarbeit aller beteiligten Verantwortungsträger
für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen strukturiert und deren
Durchführung optimiert werden. Neben allgemeinen
integrationspolitischen Leitlinien werden im NAP Herausforderungen,
Grundsätze und Ziele in folgenden Handlungsfeldern vertiefend
behandelt: Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat und
Werte, Gesundheit und Soziales, Interkultureller Dialog, Sport und
Freizeit sowie Wohnen und die regionale Dimension der Integration.
Wer Leistung erbringt oder erbringen will, soll entsprechend
belohnt werden
Migrantinnen und Migranten tragen wesentlich zum Wirtschaftswachstum
bei. Mangelnde Sprachkenntnisse und ein geringer Bildungsgrad stehen
jedoch meistens einer Beschäftigung in einem höheren Segment
entgegen. Um daher eine nachhaltige Höherqualifizierung zu sichern,
wird künftig bei der Ausbezahlung der Familienbeihilfe an Personen
zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr geprüft, ob die
Leistungsbereitschaft zu arbeiten nach geltender Rechtslage und
Praxis in geeigneter Weise berücksichtigt wird. "Mit diesem Modell
fördern wir Ausbildung und Leistungsbereitschaft von Menschen mit
Migrationshintergrund", ist die Innenministerin überzeugt.
Einrichtung eines Integrationsgremiums im Bundesministerium für
Inneres
Um eine nachhaltige und optimale Umsetzung des Nationalen
Aktionsplans für Integration zu ermöglichen, wird im
Bundesministerium für Inneres ein Integrationsgremium unter
Einbindung aller Kooperationspartner eingerichtet. Anhand der von
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann (Universität Wien) entwickelten
Integrationsindikatoren soll der Integrationsprozess laufend
analysiert werden. In weiterer Folge werden über den gesamten
Querschnittsbereich Optimierungsvorschläge erstellt.
"Mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans für Integration
haben wir ein Zukunftsprogramm für den sozialen Frieden in Österreich
entwickelt. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung. Den Aktionsplan
sehe ich dabei als Rahmen für einen nachhaltigen Prozess, in dem
gemeinsam auf laufend neue Herausforderungen reagiert wird. Wir
können dabei nur gewinnen, denn: Die erfolgreiche Integration von
Migrantinnen und Migranten ist ein Schlüsselfaktor für die Festigung
des sozialen Friedens und des Wohlstandes", so Fekter abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Inneres Mag. Gregor Schütze, Pressesprecher der Bundesministerin Tel.: +43-(0)1 53126 2017 mailto: [email protected] Bundesministerium für Inneres Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit - Infopoint +43-(0)1 53 126 2488 mailto: [email protected] www.bmi.gv.at
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