• 18.01.2010, 08:30:11
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Österreich bleibt Förderer des iranischen Regimes

STOP THE BOMB kritisiert Besuch iranischer Wirtschaftsdelegation in Wien

Wien (OTS) - Das Bündnis STOP THE BOMB hat den Empfang einer
iranischen Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Präsidenten der
iranischen Handels- und Wirtschaftskammer, Mohammad Nahavandian, in
Wien scharf kritisiert. STOP THE BOMB beschuldigt österreichische
Unternehmen, ihre Aktivitäten im Iran noch ausbauen zu wollen,
während weltweit über eine Verschärfung der Sanktionen nachgedacht
wird, um wirksam gegen das iranische Nuklearprogramm vorzugehen. Der
Empfang Nahavadians im Wirtschaftsministerium zeigt, dass Österreich
weiterhin dem Regime die Stange hält. Sollten seine Angaben gegenüber
der "Wiener Zeitung" stimmen, dass das Handelsvolumen zwischen
Österreich und dem Iran "2009 knapp 600 Millionen Euro" betrug, so
wäre das ein Anstieg um etwa 150 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.
Hiwa Bahrami von der im Bündnis STOP THE BOMB aktiven Demokratischen
Partei Kurdistan-Iran fordert von Österreich die Unterstützung der
iranischen Freiheitsbewegung, anstatt weiterhin das Regime zu
hofieren: "Wer heute noch mit den Machthabern in Teheran Geschäfte
macht, wird in einem zukünftig befreiten Iran keine Partner finden."

STOP THE BOMB verweist darauf, dass die anhaltend guten
Wirtschaftsbeziehungen sowohl von politischer Seite Unterstützung
finden als auch durch den österreichisch-iranischen Kulturaustausch
untermauert werden. Wolfgang Thill, Direktor des Österreichischen
Kulturforums Teheran, kündigte Ende Dezember an, in Zukunft
"österreichische und iranische Staatsrechtler zusammenzubringen, denn
der Dialog über verschiedene Auffassungen vom Staat ist sicherlich
etwas sehr Spannendes." Die Sprecherin von STOP THE BOMB Simone Dinah
Hartmann hält derartige Äußerungen für zynisch: "Wir reden hier
immerhin von einem Regime, das brutal gegen die eigene Bevölkerung
vorgeht, Homosexuelle hinrichtet, Frauen steinigt, den Holocaust
leugnet und Israel mit der Vernichtung droht. Die theokratische
"Staatsauffassung" der "Islamischen Republik" mit ihrer
verfassungsmäßig festgeschriebenen "Herrschaft des Rechtsgelehrten"
ist nicht "spannend", sondern schlicht menschenverachtend. Gerade der
Machtzuwachs der Revolutionsgarden im iranischen Staat sollte nicht
Anlass für Dialog, sondern für scharfe Sanktionen gegen das Regime
sein."

Rückfragehinweis:
Simone Dinah Hartmann
Tel. +43 650 344 88 58
Email: [email protected]
http://www.stopthebomb.net

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/8093

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