- 14.01.2010, 17:52:10
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Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen: Versuchsgenehmigung fragwürdig!
Wien (OTS) - Die für die nächsten 14 Tage in Sölden anberaumte
Versuchsreihe, bei der 27 Schweine in einer simulierten Lawine
lebendig begraben zu Tode gebracht werden sollen, löst bei den
Österreichischen Tierschutzorganisationen geschlossen Bestürzung aus.
Seit den ersten Meldungen darüber in den Morgenstunden gehen in
ganz Österreich bei den Mitgliedern des Verbands im Minutentakt
Anrufe empörter Menschen ein.
"Grundlage jeder Genehmigung eines Tierversuchs muss der Nachweis
der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit sein - beides
ist hier ganz offenkundig nicht der Fall!" stellt Mag. Stefan Moser,
Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Tierschutzorganisationen
klar. "Einzige unmittelbare Konsequenz kann nur der sofortige Stopp
dieser bereits begonnenen Versuchsreihe sein!" Viele Österreichische
Mitgliedsorganisationen überlegen darüber hinaus rechtliche Schritte.
Wie es zu einer solchen Genehmigung überhaupt kommen konnte, wird
vom zuständigen Wissenschaftsministerium genau zu erklären sein: "Die
in den Medien beschriebene Ethikkommission existiert in Wahrheit
nicht! Es gibt lediglich eine Sachverständigenkommission nach §12 des
Tierschutzgesetzes, der aber derzeit weder ein Vertreter der
Tierschutzorganisationen noch ein Ethiker angehören, also niemanden
der die Interessen der Tiere tatsächlich vertreten würde!"
Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Moser, Tel.: 0676 723 58 72
Mag. Alexander Willer, Tel.: 0699 166 04 030
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/6861
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