- 12.01.2010, 14:22:23
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Grillitsch fordert Investitionssicherheit für alle Ökoenergieanlagen
AK verhindert green Jobs und Wertschöpfung im Inland
Wien (OTS) - "Monatelang hat die Arbeiterkammer die
Ökostrom-Tarifverhandlungen mit unrealistischen Preisvorstellungen
blockiert, die nicht nur Anlagenbetreibern die Investitionssicherheit
stehlen, sondern Tausende green Jobs verhindern", kritisiert
Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. "Jetzt stößt sich die
Arbeitnehmervertretung ausgerechnet an Tarifen für Biogasanlagen, die
mit 13 bis 18,5 Cent je nach Anlagengröße im Vergleich zu den
Nachbarländern ohnehin deutlich geringer sind." Zum Vergleich: Für
Anlagen mit 250 bis 500 Kilowatt zahlt etwa Deutschland bis zu 25,5
Cent Ökostromtarif. In Österreich gehen die Ökostrom-Uhren aber
offenbar empfindlich nach: "Wenn der AK-Chef angesichts dieser
'Spartarife' von Überförderung spricht, ist das blanker Hohn", stellt
der Bauerbund-Präsident klar. Zumal eine adäquate Tarifvergütung vor
allem für neue Biogasanlagen bis 250 KW unerlässlich sei, damit die
anspruchsvolle Technologie weiterentwickelt werden könne und zugleich
die Investitionssicherheit gewährt sei.
Anlagenbetreiber nicht kaputtsparen
"Genauso machen Rohstoffzuschläge erst ab 4 Cent Sinn, laut
Gutachten des Wirtschaftsministeriums sprechen Experten sogar von 7
Cent. Gerade für die bestehenden Anlagen ist dieser Rohstoffzuschlag
wichtig, weil Pflanzen, mit denen die Anlagen beschickt werden, teuer
zugekauft werden müssen. Derlei politisches Hick-Hack, wie es von der
AK nun neuerlich angezettelt wird, wirft Österreich in der Energie-
und Klimastrategie jedenfalls nicht nach vorne", kritisiert
Grillitsch. Für die Bauern bringe ein Mehr an Biogasanlagen aber eine
bessere Verdienstmöglichkeit, für die Anrainer am Land und die Umwelt
bewirke es weniger Belastung und Belästigung durch Gülleausfuhren,
für die Region erhöhe sich die Wertschöpfung und überdies werde die
Unabhängigkeit von Energieimporten gesteigert.
"Auch Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner muss
der Verpflichtung, ein zukunftsweisendes Ökostromgesetz umzusetzen,
jetzt entschieden nachkommen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer tut
gut daran angesichts der wackeligen Konjunktur das zarte Pflänzchen
Öko-Branche zu gießen, statt auf klassenkämpferische Parolen der AK
zu hören", appelliert Grillitsch.
Voll auf ökoindustrielle Wende setzen
"Wenn Österreich nicht entschieden eine ökoindustrielle Trendwende
anstrebt und der Klimakatastrophe eine Abkehr von fossilen Rohstoffen
und einen Mix von Öko-Energie entgegensetzt, dann zahlen am Ende die
Steuerzahler die Zeche. Wir brauchen endlich ein zukunftsweisendes
Ökostromgesetz, das uns nicht nur eine Energiewende sichert, sondern
auch Tausende Jobs. Wenn AK-Direktor Werner Muhm jetzt ausgerechnet
gegen green Jobs wettert, dann ist das entweder billige Polemik oder
ein Verrat an der eigenen Klientel. Hat die Arbeiterkammer denn nicht
erkannt, dass wir eine verlässliche Sozialpartnerschaft brauchen, wo
man sich aufeinander verlassen kann?", wundert sich der
Bauernbund-Präsident.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich
Mag. Andrea Salzburger
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28, Mobil: +43 699 1810 1805
mailto:[email protected]
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